FAQ – Alles über Wachteln!

Allgemeines Wachtel- & Hühnerwissen

Wofür ist der Kropf bei Wachteln und Hühner zuständig?

Kropf der Wachtel

Der Kropf gehört bei vielen Vögeln und Geflügelarten zum Verdauungstrakt und ist eine Aussackung am oberen Ende der Speiseröhre. Ähnlich wie in Hamsterbäckchen sammeln die Tiere dort zunächst die aufgenommene Nahrung und lagern sie zwischen.

Der Kropf kann aber noch mehr als nur Futter zwischenlagern: Denn im Kropf wird das Futter zunächst durch Speichel und Enzyme aufgeweicht und vorverdaut, so dass es später im Magen besser verdaut werden kann. Die Verweildauer des Futters im Kropf ist sehr unterschiedlich und hängt vom Futter selbst und vom Sättigungsgrad ab.

Bei unseren Wachteln und Hühnern ist der Kropf eine runde Ausstülpung der Speiseröhre. Bei Enten und Gänsen ist der Kropf eine spindelförmige Ausweitung der Speiseröhre, Tauben haben sogar zwei Aussackungen als Kropf.

Der Kropf kann auch Ursache verschiedener Erkrankungen sein, von denen die Kropfverstopfung die bekannteste ist. Dabei kann das Futter aus dem Kropf nicht mehr selbstständig in den Magen wandern und der Kropf verstopft buchstäblich. Ursachen können z.B. falsches Futter wie zu grobe Gemüsestücke, langfaseriges Futter wie lange Grashalme oder auch die Aufnahme von Einstreu oder mangelndes Trinkwasser sein.

Ist eine Kropfverstopfung noch nicht zu weit fortgeschritten, kann sie eventuell durch vorsichtiges Massieren des Kropfes gelöst werden. Hilft dies nicht, sollte unbedingt ein Fachtierarzt aufgesucht werden, der die Kropfverstopfung lösen kann! 

Unser Tipp: Um einer Kropfverstopfung vorzubeugen, sollte man seinen Tieren nie zu grobe Snacks füttern und ihnen immer ausreichend Futter und Wasser zur Verfügung stellen!

Warum scharren Wachteln und Hühner eigentlich?

Warum scharren Wachteln

Das Scharren ist ein angeborenes Verhalten bei Wachteln sowie bei Hühnern, das oft den ganzen Tag über beobachtet werden kann. Dabei „kratzt“ das Tier abwechselnd mit dem linken und dem rechten Fuß über den Boden, um nach Nahrung zu suchen und sich Staubmulden zu graben.

Auch unter Bäumen und Sträuchern scharren die Tiere gerne, um sich neue Staubbäder zu bauen – zum Leidwesen so mancher Pflanze! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass die Wurzeln unversehrt bleiben, kann einige schwere Steine um die Pflanze legen.

Meist kann man beobachten, wie die Tiere immer wieder am Boden picken, nachdem sie gescharrt haben. Dabei schauen sie, ob sie beim Scharren neue Leckerbissen wie Samen, Insekten und andere schmackhafte Dinge freigelegt haben!

Deshalb ist es übrigens auch eine gute Beschäftigungsmöglichkeit, Snacks und Scharrfutter nicht nur aus der Hand oder einer Schüssel zu füttern, sondern einfach in saubere Bereiche des Auslaufs und der Voliere zu streuen. So haben Wachtel und Huhn den ganzen Tag etwas zu tun, denn sie gehen ihrem natürlichen Instinkt nach und picken und scharren glücklich nach Leckereien!

Perfekt geht das übrigens mit unserem Scharrmix, den wir zusammen mit unseren Tieren genau dafür entwickelt haben: Eine feine Mischung aus Körnern, Karotten, Erbsen, Luzerne, Sämereien und vielem mehr kann täglich gefüttert werden und beschäftigt Eure Tiere artgerecht!

Warum krähen Hähne?

Warum krähen Hähne?

Das Krähen ist der morgendliche Weckruf der Natur! Aber warum krähen Hähne eigentlich? Ob Huhn oder Wachtel: Das Krähen ist bei Hähnen hormonell bedingt und setzt in der Regel mit der Geschlechtsreife ein.

Hähne sind wahre Beschützer ihres Territoriums. Ihr kräftiges Krähen signalisiert anderen Hähnen, dass dieses Revier bereits besetzt ist. Es ist sozusagen ihr Weckruf: Hier bin ich zu Hause! Befinden sich andere Hähne in Rufweite, schaukeln sie sich oft gegenseitig hoch und können stundenlang krähen – oft zum Ärger der Nachbarn.

Hähne richten sich beim Krähen übrigens nicht nach dem Sonnenaufgang, sondern nach ihrer inneren Uhr, haben Forscher in Japan herausgefunden. Deshalb können Hähne auch schon weit vor Sonnenaufgang oder in einem abgedunkelten Stall mit dem Krähen beginnen. Im Winter krähen Hähne dafür wesentlich weniger oder stellen das Krähen sogar komplett ein.

Ist Regen für Wachteln & Hühner schädlich?

Wisst Ihr, ob Regen für Wachteln & Hühner schädlich ist?

Wachteln und Hühner reagieren ganz unterschiedlich auf Regen: Während einige Tiere auch bei Dauerregen draußen bleiben, sind andere sehr nässeempfindlich. Doch egal, ob Ihr kleine Regentänzer bei Euch habt oder eher Couchpotatos – Nässe kann sowohl Wachteln als auch Hühnern schnell zum Verhängnis werden!

In nasser Einstreu breiten sich Kokzidien und andere Parasiten, Bakterien und auch Schimmelpilze schnell aus. Außerdem können die Tiere bei Nässe schneller unterkühlen, was wiederum das Immunsystem schwächt und zu Krankheiten und Parasitenbefall führen kann.

Deshalb raten wir Wachtelhaltern: Bringt Eure Wachteln unbedingt regengeschützt unter! Regen in der Voliere sorgt für unhygienische Bedingungen und belastet Eure Tiere – die Einstreu sollte auch bei Dauerregen möglichst trocken bleiben. Auch wichtig: Achtet bei Regen darauf, dass das Sandbad trocken bleibt und nicht verklumpt.

Für Eure Hühner ist es wichtig, dass sie einen trockenen Rückzugsort haben – achtet darauf, dass die Einstreu im Stall nicht nass ist und sich kein Schimmel bildet. Ein überdachter Bereich im Auslauf ist für regenscheue Hühner angenehmer und hilft, den Auslauf schlammfrei zu halten. Mehr Infos zu Hühnern und Regen gibt es hier:

Eine Ausnahme bilden übrigens die Seidenhühner: Aufgrund ihres besonderen Gefieders sollten sie überhaupt nicht nass werden. Das Gefieder der Seidenhühner perlt nicht ab, sondern saugt sich mit Wasser voll. Wir empfehlen, Seidenhühner bei Regen nur in überdachten Bereichen unterzubringen. 

Mehr Infos zu Wachtelhaltung bei Regen findet Ihr hier!

Wie erkennt man das Geschlecht bei Wachteln?

Geschlecht bei Wachteln erkennen

Geschlechtsbestimmung bei Wachteln! Das Geschlecht von Wachteln zu erkennen kann eine ganz schöne Herausforderung sein. Hier sind drei verlässliche Methoden:

  1. Gefieder: Bei bestimmten Farbschlägen wie zum Beispiel Wildfarbig und Goldgesprenkelt kann man das Geschlecht anhand der Gefiederzeichnung erkennen. Hähne haben eine einfarbige Brust, oft mit einem weißen Kehlring. Hennen haben eine deutlich getupfte Brust. Allerdings gibt es viele Farbschläge wie beispielsweise Tenebrosus, bei denen beide Geschlechter äußerlich gleich aussehen! Dann helfen nur die anderen Methoden.
  2. Kloakentest: Wenn das Gefieder keine Hinweise liefert, kann man den Kloakentest durchführen. Dabei wird geprüft, ob Schaum aus der Kloake austritt, was auf einen Hahn hinweist. Beachtet jedoch, dass der Hahn bereits sexuell aktiv sein muss, damit der Test funktioniert. Das bedeutet auch: Tritt kein Schaum aus, kann es dennoch ein Hahn sein! Mehr Tipps zum Kloakentest findet Ihr hier! 
  3. Verhalten: Mit der Geschlechtsreife beginnen Hähne zu krähen und Hennen zu treten. Beachtet jedoch, dass der Hahn dafür ebenfalls sexuell aktiv sein muss, damit diese Verhaltensmerkmale auftreten.

Wann werden Hähne sexuell aktiv? In der Regel ab der 7. Lebenswoche, aber nicht immer sofort. Wenn mehrere Hähne in einer Gruppe sind, sind oft nicht alle sexuell aktiv, sodass ein Hahn trotz Kloakentest als Henne durchgehen kann. Auch im Herbst geschlüpfte Wachteln werden oft erst im Frühjahr sexuell aktiv.

Wie erkennt man das Geschlecht bei Hühnern?

Geschlecht bei Hühnern erkennen

Die Geschlechtsbestimmung bei Hühnern ist gerade bei jungen Küken nicht ganz einfach! Wir geben Euch Tipps:

  1. Gefiederfarbe: Bei einigen Hühnerrassen – den sogenannten Kennhühnern – haben die Küken je nach Geschlecht unterschiedliche Gefiederfarben, sodass man das Geschlecht bereits in den ersten Tagen deutlich unterscheiden kann.
  2. Kamm- und Kehllappen: Ein deutlicher Hinweis geben die Kämme und Kehllappen der Küken: Bei Hähnen wachsen sie schneller und werden auch größer als bei den Hennen. Je nach Rasse erkennt man hier bereits in den ersten Wochen einen Unterschied.
  3. Prachtgefieder: Nach der Jungtiermauser sind die Hähne einiger Rassen an ihrem Prachtgefieder zu erkennen, das sie deutlich von den Hennen unterscheidet.
  4. Verhalten: Spätestens, wenn der Hahn zu krähen beginnt, sollte das Geschlecht klar sein! wink Nach einigen Monaten werden die Hähne sexuell aktiv und damit deutlich an ihrem Verhalten erkennbar.

Können Wachteln und Hühner schwitzen?

Schwitzen Wachteln und Hühner

Wenn uns zu heiß wird, dann schwitzen wir! Der Schweiß, der auf unserer Haut verdunstet, kühlt uns durch die Verdunstungskälte ab und schafft uns etwas Erleichterung. Doch Hühner und Wachteln haben – wie alle Vögel – keine Schweißdrüsen und können deshalb nicht im eigentlichen Sinne wie wir schwitzen! 

Deshalb verwenden Hühner und Wachteln andere Strategien, um ihre Körpertemperatur zu regulieren: Wird ihnen zu heiß, dann suchen sie zunächst kühlere, schattige Plätze auf. Um sich abzukühlen, spreizen sie ihre Flügel oder lassen sie hängen, um mehr Oberfläche für den Wärmeaustausch mit der Umgebung zu bieten. Zudem atmen sie schneller und beginnen zu hecheln, um die Wärme durch Verdunstung von Feuchtigkeit abzuführen.

Aber Vorsicht! Wachteln und Hühner können Hitze nicht so gut regulieren wie Kälte: Schon ab 28 Grad kann ihnen zu heiß werden! Wirken sie apathisch, matt und niedergeschlagen, sollte man am besten für Abkühlung sorgen und sie beispielsweise in das etwas kühlere Haus bringen, bis sie sich wieder etwas besser fühlen. 

Warum mausern Wachteln und Hühner eigentlich?

Wachtel in der Mauser

Das Gefieder unserer Tiere nutzt sich im Laufe der Zeit ab und muss deshalb immer wieder erneuert werden. 

Wann mausern Wachteln und Hühner? Wachteln mausern im Frühjahr sowie im Herbst, Hühner dagegen nur einmal jährlich im Herbst. Während der Mauser verlieren die Tiere nach und nach ihre Federn, während neue Federkiele geschoben werden.

Die Mauser ist für unsere Tiere eine stressige Zeit: Wenn das Federkleid neu gebildet wird, kostet sie das ihre ganzen Kraftreserven. Wachteln und Hühner in der Mauser zeigen häufig Stresssymptome, ihr Immunsystem fährt herunter und sie wirken geschwächt. Selbst ihre Futteraufnahme kann in dieser Zeit zurückgehen.

Merke: Ihr solltet Eure Tiere in der Mauser deshalb so wenig wie möglich anfassen, denn die neuen Federkiele sind sehr berührungsempfindlich, und jeglichen Stress vermeiden! Unterstützen und helfen können Futterergänzungen wie unser Mauser-Fit oder das beliebte Winter-Fit!

Krankheiten & Parasiten bei Wachteln

Wie erkennt man Federlinge?

Federlinge bei Wachteln erkennen

Wisst Ihr, wie man Federlinge erkennt? Federlinge leben im Gefieder von Wachteln und Hühnern und ernähren sich dort von den Federn, Hautschuppen und Blut der Tiere. Im Gegensatz zu anderen Parasiten verbringen Federlinge ihr ganzes Leben auf dem Tier: Sie legen ihre Eier auf dem Wirtstier ab, die Larven wachsen auf dem Wirtstier heran und die erwachsenen Tiere legen wieder Eier ab.

Ihr könnt einen Befall bereits am Verhalten Eurer Tiere erkennen – so erkennt Ihr Federlinge:

👉 Unruhe
👉 Juckreiz
👉 Struppiges, glanzloses Gefieder
👉 Kahle Stellen im Gefieder

Ein Befall mit Federlingen sollte auf jeden Fall behandelt werden: Befallene Tiere sind gestresst, legen oft weniger Eier und sind anfälliger für Krankheiten. Außerdem kann sich das befallene Gefieder entzünden.

Wenn Ihr Federlinge entdeckt, solltet Ihr schnell handeln: Ein einziger weiblicher Federling kann ca. 100.000 Eier legen und die geschlüpften Larven sind bereits nach 3 Wochen so weit entwickelt, dass sie ebenfalls Eier legen können!

Was hilft? Nur eine schnelle Behandlung der Tiere und ihrer Umgebung! Am besten mit pflanzlichen Mitteln, die Eure Tiere nicht belasten: Unser Mitefight® Spot-On Akut in Kombination mit dem Mitefight® Parasitenspray und Kieselgur ist eine gute Wahl gegen Parasiten! Bietet Euren Tieren zudem immer ein Sandbad an, z.B. mit unserem Pick- und Badesand Spezial!

Wie erkennt man Rote Vogelmilben?

Rote Vogelmilben bei Wachteln erkennen

Wisst Ihr, wie man Rote Vogelmilben erkennt? Rote Vogelmilben leben nicht direkt auf Wachteln und Hühnern, sondern in dunklen Spalten und Ritzen in Stall und Voliere. Dort halten sie sich tagsüber auf und legen ihre Eier. Nachts kommen sie heraus und befallen die schlafenden Tiere.

So erkennt Ihr Rote Vogelmilben:

👉 Unruhige Tiere
👉 Nachlassende Legeleistung
👉 Struppiges, stumpfes Gefieder
👉 Geschwächte Tiere
👉 Bei Hühnern: Blasse Kämme durch Blutarmut

Ein Befall durch rote Vogelmilben ist richtig gefährlich: Der Blutverlust kann früher oder später zum Tod der Tiere führen! 

Direkt im Gefieder der Tiere findet Ihr Vogelmilben erst nach Dämmerung. Dann könnt Ihr die vollgesaugten Milben als rote Punkte entdecken! Bei Hühnern könnt Ihr bei Verdacht zudem doppelseitiges Klebeband an den Sitzstangen anbringen: Am nächsten Morgen habt Ihr Gewissheit, ob ein Befall vorliegt!

Was tun? Sind Eure Tiere mit roten Vogelmilben befallen, dürft Ihr nicht zögern! Ein Befall wird gerade zur warmen Jahreszeit jeden Tag schlimmer, die Milben können sich explosionsartig vermehren und Eure Tiere sehr plötzlich am Blutverlust versterben!

Stall und Voliere sollten schnellstmöglich ausgeräumt und gründlich gereinigt werden! Vor allem Spalten und Ritze, wo sich die Vogelmilbe bevorzugt aufhält, gründlich reinigen und wenn möglich mit Silikon verschließen! Anschließend solltet Ihr den Stall mit Kieselgur und Mitefight® Parasitenspray behandeln! Einstreu-Öl kann Parasiten ebenfalls fernhalten, ebenso wie Eukalyptus-Spray. Auch die Tiere selbst sollten behandelt werden: Das Mitefight® Spot-on Akut ist dabei die beste Methode – sanft zu Euren Tieren und wirksam gegen die Schädlinge! 

Wie beugt man einen Milbenbefall vor?

Milbenbefall bei Wachteln und Hühnern

Milben und Federlinge sollte kein Wachtel- oder Hühnerhalter auf die leichte Schulter nehmen – ein Befall, gegen den nichts unternommen wird, kann für die Tiere sogar tödlich enden! Am einfachsten ist es aber, einen Befall vorzubeugen – aber wie?

Um Milben fernzuhalten, ist es wichtig zu wissen, was Parasiten hassen – und dazu gehören verschiedene pflanzliche Mittel wie z.B. ätherische Öle, Geraniol und der Margosa-Extrakt aus dem Niembaum. Diese Mittel sind stark gegen Milben – und gleichzeitig unschädlich für Eure Wachteln und Hühner. Und praktisch für Euch: Ihr könnt weiterhin völlig unbesorgt die Eier Eurer Tiere essen, was bei vielen chemischen Mitteln keinesfalls empfehlenswert ist.

Zur Vorbeugung könnt Ihr beispielsweise unser Mitefight® Spot-on direkt in den Nacken Eurer Tiere tröpfeln – das pflanzliche Mittel hält Milben, Federlinge & Co. bis zu 4 Wochen fern und ist für Wachtel & Huhn völlig unbedenklich.

In Ecken und Ritzen nistet gerne die Rote Vogelmilbe – zur Vorbeugung kann man diese Stellen mit Kieselgur behandeln! Auch Kieselgur ist ein rein natürlicher Wirkstoff aus versteinerten Kieselalgen. Sobald Milben, Flöhe und Co. mit der Kieselgur in Berührung kommen, trocknen sie aus. Vorsicht sollte man hier allerdings bei der Ausbringung walten lassen: Kieselgur ist lungengängig, deshalb solltet Ihr unbedingt eine Atemmaske tragen und die Tiere für die Zeit der Behandlung aus dem Stall fernhalten! Kieselgur als Spray erleichtert das Ausbringen und staubt wesentlich weniger.

Auch unsere HappyHuhn-Kräuter können Milben und Federlinge fernhalten, denn in den Wiesenkräutern und -blüten sind zahlreiche ätherische Öle enthalten, die Parasiten abschrecken!

Warum haben Wachteln und Hühner manchmal Bläschen im Auge?

Huhn Bläschen im Auge

Bläschen oder auch Schaum im Auge können Hinweise auf eine Erkältung sein und sind keinesfalls normal!

Die Bläschen entstehen, da die Schleimhäute der Tiere geschwollen sind und sie wenig Luft bekommen. Weitere Anzeichen für eine Erkältung bei Wachteln und Hühnern sind röchelndes Luftholen, Niesen und Ausfluss aus Auge und Nase.

Ätherische Öle, wie sie zum Beispiel in unserem Bronchi-Fit zu finden sind, können über das Trinkwasser verabreicht werden und den Heilungsprozess positiv beeinflussen – doch bei hartnäckigen Erkältungen sollte immer ein Tierarzt dazu gezogen werden!

Weitere Tipps zur Ersten Hilfe bei Wachteln findet Ihr übrigens hier!

Was genau gilt bei der Stallpflicht?

Stallpflicht Wachtel Huhn

Die Stallpflicht ist ein Albtraum für jeden Geflügelhalter. Stallpflicht bedeutet aber nicht, dass Eure Tiere den Stall überhaupt nicht mehr verlassen dürfen. In einer überdachten Voliere, die so engmaschig ist, dass keine Wildvögel eindringen können, dürfen sie weiterhin frische Luft genießen. 

Gute Nachricht für alle Wachtelhalter: Wachteln sollten in der Regel ohnehin so untergebracht werden! Sie müssen deshalb nichts unternehmen. 

Hühnerhalter müssen kreativer werden: Eine Außenvoliere, die an den Stall angebaut wird, ermöglicht es den Hühnern, weiterhin in der Erde zu scharren. Wichtig ist, dass die Hühner in dieser Zeit mehr Beschäftigungsmöglichkeiten haben, damit ihnen nicht langweilig wird!

Und wann gilt eigentlich die Stallpflicht? Das passiert in der Regel, wenn in Eurer Nähe vermehrt Fälle der Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, auftreten. Eine Stallpflicht wird von den zuständigen Behörden ausgerufen und gilt für alle Geflügelhalter, egal, wie klein der Bestand ist. Sie soll verhindern, dass Eure Tiere in Kontakt mit Wildvögeln kommen, da Wildvögel die Vogelgrippe übertragen können.

Müssen Wachteln und Hühner geimpft werden?

Muss man Wachteln impfen

Das ist bei Wachteln und Hühnern ganz unterschiedlich: Wachteln dürfen gar nicht geimpft werden, denn für Wachteln gibt es bislang keinen zugelassenen und geprüften Impfstoff!

Und für Hühner gibt es sogar eine Impfpflicht gegen die Atypische Geflügelpest, auch als Newcastle Disease bekannt. Übrigens: Auch für Hobbyhalter gilt diese Pflicht, egal, ob Eier verkauft werden oder nicht.

Und so impft Ihr Eure Hühner: Am einfachsten ist es, die Hühner mit einem Lebendimpfstoff direkt über das Trinkwasser zu impfen. Den Impfstoff erhaltet Ihr direkt über den behandelnden Tierarzt. Großer Vorteil ist, dass Ihr den Impfstoff selbst verabreichen dürft und der Tierarzt für die Impfung nicht vorbeikommen muss. Allerdings muss diese Impfung häufig aufgefrischt werden. Hier wird dringend empfohlen, sich an die Vorgaben des Impfstoffherstellers zu halten. In der Regel müssen Hühner alle 6 bis 8 Wochen erneut geimpft werden.

Und wusstet Ihr übrigens? Die Impfbelege müssen 5 Jahre lang aufbewahrt werden. Besonders übersichtlich könnt Ihr das zum Beispiel mit unserem Stallbuch, in dem Ihr noch viele weitere Themen rund um die Impfung, Anmeldung und vieles mehr findet!

Brut & Aufzucht bei Wachteln

Wie steigert man die Brutlaune bei Hennen?

Wachtel Glucke mit Küken

Wollt Ihr Euch schon früh im Jahr über die erste Brut freuen können? Unser Tipp: Holt Euch den Frühling in den Stall! Das könnt Ihr zum Beispiel mit frischen Kräutern und Pflanzen erreichen und natürlich über die Fütterung: Futter, das den Frühling imitiert, ist jetzt perfekt geeignet. Also: Verwöhnt Eure Tiere jetzt mit frischem Keimfutter und frischgepflückten Wildkräutern im Stall!

Auch Vitamin E kann die Brutlaune steigern – und findet sich unter anderem in gekeimtem Weizen (und den findet Ihr praktischerweise auch in unserem Keimfutter Energy) und in Futterölen in größeren Mengen!

Unser Tipp: Bei Wachteln und Hühnerrassen mit geringem Bruttrieb kann es auch helfen, die Voliere möglichst naturnah mit vielen Verstecken, frischen Pflanzen, Rückzugsmöglichkeiten und Strukturen zu gestalten!

Wie unterstützt man eine Glucke?

Eine Glucke entglucken

Die Brut ist für eine Glucke eine unfassbar anstrengende Zeit: Sie sitzt beinahe ununterbrochen auf dem Nest und bebrütet ihre Eier. Nur für wenige Minuten steht sie auf, um zu fressen, zu trinken und Kot abzusetzen. Sandbaden, Gefiederpflege und vieles mehr entfallen in dieser Zeit. Wer entdeckt, dass eine Henne brütet und Nachwuchs möchte, sollte sie dabei unterstützen!

Bei Wachteln solltet Ihr die Glucke und vor allem die Küken vor den anderen Wachteln schützen. Allerdings sind Wachtelglucken so störungsempfindlich, dass ein Umsetzen meist nicht funktioniert. Deshalb könnt Ihr einen engmaschigen Käfig, z.B. das Oberteil eines Kleintierkäfigs, über die Henne setzen. In den Käfig unbedingt Wasser und Futter stellen – ansonsten nicht viel verändern, um die Brut nicht zu stören!

Bei brütenden Hühnern kann man Futter und Wasser direkt in ihrer Nähe aufstellen, damit sie immer herankommen. Außerdem sollte man Glucken vorbeugend vor Parasiten schützen. Denn ist eine Glucke von Parasiten befallen, ist sie diesen schutzlos ausgeliefert! 

Präventiv könnt Ihr Eure Glucke mit Mitefight® Spot-On unterstützen, das in den Nacken der Glucke geträufelt wird. Das rein pflanzliche Mittel ist für Eure Tiere absolut unschädlich und enthält bewährte pflanzliche Inhaltsstoffe gegen Parasiten!

In das Nest der Henne könnt ihr die HappyHuhn-Kräuter Eukalyptus & Rose streuen – die enthaltenen ätherischen Öle können vorbeugend die Milbenabwehr unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden der Glucke fördern.

Wir wünschen Euch und Euren Glucken viel Freude mit dem Nachwuchs!

Warum sollte man manchmal eine Glucke entglucken?

Warum man Hennen entgluckt

Eine Henne vom Brüten abzuhalten kann viele unterschiedliche Gründe haben. Für die Henne ist eine Brut sehr kräftezehrend. Sie sitzt für viele Tage beinahe ununterbrochen auf dem Nest und bebrütet die Eier. Nur ab und an steht sie auf, um Futter und Wasser aufzunehmen und Kot abzusetzen. In dieser Zeit ist sie Parasiten schutzlos ausgeliefert.

Auch ein Infekt oder ein plötzlicher Wetterumschwung können der Glucke enorm zu schaffen machen. Ist die Glucke also ohnehin etwas angeschlagen oder nicht ganz fit, solltet Ihr sie am besten von einer Brut abhalten.

Wer seine Glucke brüten lässt, muss sich außerdem darüber klar werden, was aus dem Nachwuchs wird und ob man darauf vorbereitet ist. Für die Küken sollte ein Gluckenstall oder ähnliches vorhanden sein, Ihr braucht Kükenfutter und eine kükensichere Umgebung. Zudem schlüpfen natürlich nicht nur Hennen: Ein Schlupf besteht durchschnittlich zu 50 % aus Hähnen – was man mit ihnen machen will, sollte man sich vorher überlegen. Wenn man nicht bereit ist für Küken, dann sollte man die Glucke ebenfalls frühzeitig am Brüten hindern.

Auch wenn Ihr keinen Hahn im Bestand habt uns die bebrüteten Eier gar nicht befruchtet sind, solltet Ihr Eure Glucken nicht einfach brüten lassen – wie erwähnt, ist das für die Hennen ein enormer Kraftakt. 

Wie entgluckt man eine Glucke?

Eine Glucke entglucken

Das Wichtigste ist, die Glucke von der Brut abzulenken, damit sie auf andere Gedanken kommt und von der Brut ablässt. Bei Wachteln genügt es meist schon, das Nest etwas umzuräumen, damit sie vom Brüten ablässt.

Viele Hühnerrassen sind allerdings wesentlich schwerer vom Brüten abzubringen! So kann es tierschutzgerecht funktionieren: 

Bietet Euren Hühnern tagsüber Ablenkung, die sie sonst nicht bekommen – nehmt sie z.B. mit in den Garten, wo sie nach Herzenslaune herumpicken können, oder steckt ihnen mit einem mobilen Hühnerzaun einen neuen Auslauf ab. 

Ist es Euch nicht möglich, außerhalb des bekannten Auslaufs für Abwechslung zu sorgen, so könnt Ihr auch im Auslauf selbst für spannende Abenteuerecken sorgen: Bietet ihnen Strohhaufen mit Leckereien und andere spannende Futtersuchen an.

Wer einen Quarantäne- oder Kükenstall hat, kann die Glucke mit ein paar anderen Hühnern für ein paar Tage dorthin setzen – die Umgebungsveränderung hilft oft dabei, dass sie das Glucken sein lässt.

Habt Ihr zwei Hühnergruppen, könnt Ihr die Glucke in die andere Gruppe setzen. Diese Ablenkung sorgt oft dafür, dass die Glucke das Brüten vergisst! Beobachtet natürlich gut, ob sich alle verstehen.

Tagsüber sollte die Glucke am besten keinen Zugang zu ihrem Nest haben. Abends könnt Ihr sie dann direkt auf die Sitzstange setzen – dort wird sie sitzenbleiben und nach ein paar Tagen die Brut hoffentlich vergessen.

Übrigens: Ihr könnt bereits präventiv dazu beitragen, dass Eure Hennen nicht so oft gluckig werden, indem Ihr jeden Tag die frischen Eier absammelt. Füllt sich langsam das Nest der Henne, so kommt sie oft ganz instinktiv in Brutlaune!

Ab wann dürfen Küken Frischfutter fressen?

Küken frisst Frischfutter

Küken dürfen ab der ersten Lebenswoche mit etwas Frischfutter gefüttert werden. Dabei ist es wichtig, das Futter in ganz kleinen Mengen zu geben und schnabelgerecht zu zerkleinern. Wir empfehlen, in der 1. Lebenswoche maximal 1 bis 2 Mal eine kleine Portion Frischfutter zu füttern. In der 2. bis 3. Lebenswoche maximal 2 bis 3 Mal pro Woche Frischfutter anbieten. 

Damit es Euren Küken nicht nur gut schmeckt, sondern sie auch einen Nutzen daraus ziehen, solltet Ihr besonders auf die richtigen Zutaten achten. Fein geraspelte Möhre, frische Brennnesseln, frischer Oregano und gekochtes Ei sind gute Frischfutterzutaten, um Euren Küken ein schmackhaftes Menü zu zaubern!

So stellt Ihr sicher, dass Eure Kükis auch über das Frischfutter wertvolle Nährstoffe aufnehmen. Wichtig ist, den Frischfutteranteil langsam zu steigern und nicht zu viel auf einmal anzubieten.

Als Basis könnt Ihr unser Kükimmun und Pupufein verwenden – beide Futterergänzungen sind für Küken bereits ab dem 1. Tag geeignet. 

Wofür brauchen Küken den Eizahn?

Eizahn Küken

Wer schon einmal Küken ausgebrütet hat, weiß: Der Schlupf ist ein furchtbar anstrengender Moment, für den die kleinen Küken oft Stunden brauchen. Damit sie die harte Eischale durchbrechen können, bildet sich eine spitze Verhärtung auf der Oberseite ihres Schnäbelchens – der sogenannte Eizahn.

Sie hacken die Eischale übrigens nicht auf, denn dazu wäre auch gar kein Platz im Ei. Kurz vor dem Schlupf heben sie den Kopf an und drücken mit dem Eizahn gegen die Eierschale, bis sie diese durchbrechen. Dabei drehen sie sich, bis sie das Ei rundum angepickt haben und sie den Deckel anheben können. Ein echter Kraftakt, der oft Stunden dauert! Lange behalten die Küken den Eizahn nicht: Schon kurz nach dem Schlupf fällt er wieder ab!

Übrigens: Nicht nur Vögel schlüpfen mithilfe eines Eizahns – auch andere eierlegende Tiere wie Reptilien und Insekten bilden einen Eizahn, um aus dem Ei zu schlüpfen!

Wie sich Wachtelküken in ihrem Ei bis zum Schlupf entwickeln, könnt Ihr übrigens hier nachlesen!

Warum dürfen Küken kein Sandbad bekommen?

Küken frisst Frischfutter

Auch wenn Küken bereits nach wenigen Tagen die typischen Badebewegungen nachahmen – ein Sandbad sollte man den Kleinen erst nach einigen Wochen anbieten!

Der Grund: Es kann vorkommen, dass die Küken den feinen Sand aufpicken, weil sie ihn mit Futter verwechseln – und schlimmstenfalls mit vollem Bäuchlein verhungern! 

Deshalb solltet Ihr Küken ein Sandbad frühestens ab der dritten Lebenswoche anbieten und anfangs gut beobachten, ob sie den Sand noch aufpicken. 

Übrigens: Auch bei der Einstreu sollte man darauf achten, keine zu feine Streu zu wählen – auch hier können die Küken die Einstreu aufpicken. Aus unserer langjährigen Erfahrung hat sich Buchenhack als die perfekte Einstreu für Küken bewährt – der naturnahe Untergrund bietet den Kükenfüßchen die perfekte Stabilität und ist gleichzeitig groß genug, um nicht aufgepickt zu werden!

Dürfen adulte Tiere Kükenfutter fressen?

Küken fressen

Ausgewachsene Hühner und Wachteln sollten keinesfalls Kükenfutter bekommen – denn das kann für die Tiere sogar richtig gefährlich werden! Kükenfutter hat eine andere Nährstoffzusammensetzung als das Futter für adulte Tiere – sowohl für Hühner- als auch für Wachtelküken. Während des Wachstums brauchen die Küken einen erhöhten Proteingehalt – und dieser erhöhte Proteingehalt im Kükenfutter kann bei adulten Tieren sogar zu einer lebensbedrohlichen Legenot führen!

Die Ausnahme bildet die Glucke bei einer Naturbrut: Da sie während der Kükenaufzucht keine Eier legt, darf sie das Kükenfutter mitfressen. Sobald die Glucke die Küken nicht mehr führt, sollte sie wieder adultes Futter erhalten!

Deshalb gilt: Auch wenn Ihr nach der Kükenaufzucht noch Kükenfutter übrighabt, solltet Ihr es Euren ausgewachsenen Tieren keinesfalls verfüttern, sondern besser für die nächste Brut aufheben!

Wie bekommt man Küken zahm?

Küken zähmen Küken auf Hand

Um Küken an Euch zu gewöhnen, gibt es verschiedene Tricks, die wir Euch heute verraten! Direkt beim Schlupf müsst Ihr übrigens nicht dabei sein, damit die Küken Euch ins Herz schließen, das gelingt auch noch danach!

🐣 Sobald die Küken in ihr warmes Kükenheim umgezogen sind, könnt Ihr direkt damit beginnen, sie an Euch zu gewöhnen. Der wichtigste Punkt ist, viel Zeit mit ihnen zu verbringen, sodass sie sich an Euch und Eure Stimme gewöhnen. 

🐣 Damit die Küken ruhig auf Eure Hand kommen, beginnt man zunächst, etwas Futter auf die Handfläche zu legen, sodass die Küken von ganz allein auf Eure Hand laufen. Dann könnt Ihr sie vorsichtig auf der Handfläche nach oben heben – aber achtet immer darauf, dass sie nicht herunterfallen können! Sobald Eure Küken daran gewöhnt sind, könnt Ihr sie stressfrei aus dem Kükenheim herausheben und wieder hineinsetzen, ohne sie direkt fixieren zu müssen. Das ist für die kleinen Küken wesentlich stressfreier.

🐣 Um Küken an Euch zu gewöhnen, hilft es auch, das Verhalten einer Glucke zu imitieren, die normalerweise solche Aufgaben übernehmen würde, wie den Küken das Futter zeigen. Klopft immer wieder mit dem Finger auf das Futter – das imitiert das Picken der Glucke und lockt die Küken an. Wenn Ihr das mit einem Ruf kombiniert, könnt Ihr die Küken zudem direkt auf Eure Stimme konditionieren. Der Ruf sollte am besten immer gleich sein, z.B. ein regelmäßiges „Kommkommkomm“. Übt mit den Küken, auf den Ruf zu hören – so bringt Ihr sie dazu, Euch zu folgen und zu Euch zu kommen. 

👉 Bei all diesen Tipps ist es jedoch sehr wichtig, dass die kleinen Küken auch genügend Ruhe bekommen! Übertreibt es nicht mit dem Training und der Aufmerksamkeit und lasst ihnen genug Zeit zum Schlafen, Ausruhen und einfach nur Küken sein.

👉 Außerdem ist beim Training mit Tieren wichtig, immer geduldig zu bleiben und zu akzeptieren, wenn etwas nicht klappt. Jedes Küken ist verschieden und nicht alle möchten so viel Kontakt mit Menschen. Wenn Eure Küken einfach mal keine Lust haben, viel Zeit mit Euch zu verbringen, erzwingt nichts, sondern akzeptiert die Natur Eurer Küken.

Wachteleier

Wie erkennt man, ob ein Ei noch gut ist?

Wie man erkennt, ob Eier noch haltbar sind.

Gerade jetzt zu Beginn der Legephase kann man sich vor Eiern kaum retten und verliert manchmal den Überblick, wie frisch die Eier noch sind! Ein beliebter Trick, um herauszufinden, ob ein Ei noch genießbar ist, ist die Wasserglas-Methode:

Dazu wird das Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas gelegt. Sinkt es direkt zu Boden und bleibt dort liegen, ist das Ei noch frisch. Ältere Eier richten sich im Wasser auf. Steht das Ei bereits senkrecht im Wasserglas, ist es etwa 2 bis 3 Wochen alt – immer noch genießbar, sollte aber vor dem Verzehr vollständig durcherhitzt werden. Schwimmt das Ei oben im Wasser, ist es nicht mehr genießbar und sollte sicherheitshalber nicht mehr verzehrt werden.

Und was ist der Hintergrund des Wasserglas-Tests? Durch die Eierschale entweicht mit der Zeit immer mehr Feuchtigkeit, so dass sich im Ei eine immer größer werdende Luftblase bildet. Diese Luftblase bewirkt, dass das Ei im Wasserglas nach oben steigt.

Wer sich trotzdem nicht ganz sicher ist, ob das Ei noch gut ist, sollte es aufschlagen und daran riechen: Ein schlechtes Ei erkennt man sofort an seinem schwefeligen, unangenehmen Geruch!

Eier sind in der Regel ungekühlt bis zu 3 Wochen haltbar, gekühlt sogar bis zu 4 Wochen. Wichtig dabei: Das Ei immer mit der Spitze nach unten lagern!

Wie viele Eier legen Wachteln & Hühner pro Jahr?

Legeleistung Wachteln Hühner

Legewachteln legen in artgerechter Hobbyhaltung im Jahresdurchschnitt etwa 200 Eier. Bei Hühnern hängt die Legeleistung stark von der Rasse ab: Während einige Hühnerrassen wie das Bielefelder Kennhuhn oder das Sundheimer Huhn über 200 Eier pro Jahr legen, legen andere Rassen wie das Seidenhuhn nur etwa 90 Eier pro Jahr. 

Die Legeleistung hängt auch von äußeren Bedingungen wie Temperatur, Licht und Futter ab. In industriellen Hochleistungsbetrieben ist alles auf maximale Effizienz ausgelegt, sodass Wachteln und Hühner in dieser Umgebung deutlich mehr Eier legen. Wachteln in Legebetrieben legen im ersten Jahr durchschnittlich 300 Eier, Hühner sogar bis zu 330 Eier. Ein naturnahes und artgerechtes Leben ist den Tieren allerdings selten vergönnt – und die Lebenserwartung ist auch nicht besonders hoch.

Übrigens: Mit zunehmendem Alter nimmt die Legeleistung von Wachteln und Hühnern ab. Wer seinen Hennen im Winter eine Legepause gönnt, hat länger etwas von den Eiern, denn jede Henne legt im Laufe ihres Lebens eine feste Anzahl von Eiern.

Zwerg- und Zierwachteln legen übrigens nur etwa 20 bis 30 Eier pro Jahr für ihr Gelege, das sie in der Regel auch ausbrüten. Sie sind nicht wie unsere Hühner und Legewachteln auf Legeleistung gezüchtet. Allerdings kommt es auch bei diesen Wachtelarten aufgrund der intensiven Domestizierung leider immer wieder zu Dauerlegern.

Was ist ein Windei?

Windei bei Wachteln und Hühnern

Ein Windei ist ein Ei, das ohne die feste Kalkschale gelegt wird und nur von der dünnen Eihaut umgeben ist. 
Gelegentlich legen sehr junge Hennen zu Beginn der ersten Legeperiode Windeier. Dasselbe gilt gelegentlich auch für ältere Hennen. Treten Windeier jedoch häufiger auf, kann das ein deutlicher Hinweis auf einen Calcium- oder Vitamin-D-Mangel sein!

Warum ist ein Calciummangel so problematisch? Hennen benötigen für die Eierproduktion Calcium. Wenn Hennen über das Futter zu wenig Calcium aufnehmen, bauen sie zunächst körpereigenes Calcium aus ihren Knochen ab, um weiterhin intakte Eier legen zu können. Ist auch dieser Vorrat erschöpft, macht sich der Calciummangel durch dünne Eierschalen oder Windeier bemerkbar.

Vitamin D brauchen Hennen wiederum, um das Calcium zu verstoffwechseln. Wenn Ihr also der Meinung seid, dass Eure Hennen genügend Calcium bekommen, aber dennoch Windeier legen, kann auch ein Vitamin-D-Mangel vorliegen! Praktisch: Unser Calcium-Fit enthält bereits Vitamin D, damit Eure Tiere alle Mineralstoffe optimal aufnehmen können! 

Wenn Eure Wachteln oder Hühner Windeier legen, empfehlen wir Euch eine Calcium-Kur: Gebt dazu täglich über 4 Wochen 4 Verschlusskappen (24 ml) Calcium-Fit auf 1 Liter Trinkwasser – so werden die Calciumvorräte Eurer Tiere schnell wieder aufgefüllt!

Windeier können neben dem klassischen Calciummangel auch noch andere Ursachen haben wie z.B.  Krankheiten. Ist eine ausreichende Nährstoffversorgung gewährleistet und die Tiere legen dennoch Windeier, sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden!

Kann man befruchtete Eier noch essen?

Befruchtete Eier zu essen, ist problemlos möglich. Sie unterscheiden sich eigentlich nicht von unbefruchteten Eiern. Wenn Ihr einen Hahn in der Gruppe haltet, werdet Ihr natürlich immer wieder befruchtete Eier haben – aber solange Ihr die Eier ganz regelmäßig einsammelt, z.B. einmal am Tag, könnt Ihr auch diese Eier problemlos essen.

Egal, ob Wachtel, Huhn oder Ente: Ihr könnt bei Euren Eiern sogar erkennen, ob das Ei befruchtet war oder nicht, wenn Ihr es aufschlagt. Wenn Ihr genau hinseht, erkennt Ihr auf dem Dotter die sogenannte Keimscheibe. Aus der Keimscheibe würde sich nach einigen Tagen das Küken entwickeln. Wer ein geschultes Auge hat, kann erkennen, ob die Keimscheibe befruchtet war oder nicht. Bei Wachteleiern kann das aufgrund der Größe allerdings zur echten Herausforderung werden.

Unbefruchtetes Ei: Ist die Keimscheibe klein, unförmig und einheitlich weißlich, so handelt es sich um ein unbefruchtetes Ei.

Befruchtetes Ei: Wenn die Keimscheibe kreisrund ist und in der Mitte einen erkennbaren Punkt aufweist, handelt es sich um ein befruchtetes Ei.

Übrigens: Weder die Hagelschnur noch der Hahnentritt – ein roter Punkt auf dem Eidotter, der ab und an auftreten kann – geben Aufschluss darüber, ob das Ei befruchtet ist. Die Hagelschnur hält das Eidotter stabil im Ei und ist in jedem Ei vorhanden. Und der Hahnentritt bildet sich, oft bei älteren Hennen, aufgrund von kleinen Gewebeteilen, die im Ei eingeschlossen sind. Diese Eier sind ebenfalls bedenkenlos essbar, aber nicht zwangsläufig befruchtet!

Warum legen Wachteln manchmal keine Eier mehr?

Warum legen Wachteln keine Eier?

Wenn eine Wachtel oder ein Huhn weniger oder keine Eier mehr legt, kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben. Die häufigsten Ursachen sind folgende:

Mauser und Legepause: Im Spätsommer mausern unsere Wachteln und Hühner – das heißt, sie wechseln einmal komplett ihr Federkleid. Das ist für die Tiere eine kräftezehrende Zeit, in der sie all ihre Energie in die Federbildung stecken – und deshalb oft deutlich weniger oder gar keine Eier mehr legen. Mit den kürzeren Tagen im Herbst beginnt auch die Legepause – ein ganz natürlicher Vorgang, bei dem Wachteln und Hühner auf das fehlende Tageslicht reagieren und immer weniger Eier legen, bis sie letztlich das Legen einstellen.

Alter: Legen Eure Wachteln oder Hühner weniger Eier als normal, kann das auch am Alter der Tiere liegen. Während sie in den ersten Lebensjahren – je nach Rasse und Art – noch fleißige Eierleger sind, lässt die Legeleistung irgendwann deutlich nach.

Übrigens: Jede Henne hat von Schlupfbeginn eine festgelegte Anzahl Eier, die sie legen kann – wer seinen Hennen also im Winter eine Legepause gönnt, hat länger etwas von seinen fleißigen Tieren.

Nährstoffmangel: Kritisch wird es, wenn die Wachteln oder Hühner das Eierlegen aufgrund von Nährstoffmangel einstellen. Die Eierbildung ist sehr kräftezehrend – vor allem Calcium ist dabei wichtig! Bekommen die Tiere zu wenig Calcium, bauen sie es aus den eigenen Knochen ab, um weiter Eier legen zu können! Wenn sie weniger oder keine Eier mehr legen, ist das oft ein Zeichen dafür, dass auch die körpereigenen Calciumreserven erschöpft ist!
Auch Wassermangel oder andere Nährstoffmängel führen dazu, dass keine Eier mehr gelegt werden.

Krankheit & Stress: Nicht zuletzt reagieren Hühner und Wachteln auch auf Krankheit, Parasiten oder Stress, indem sie keine Eier mehr legen. Hier sollte unbedingt nach den Ursachen geforscht werden!

Wachtelfutter

Warum sind Insektensnacks so wertvoll?

Warum essen Wachteln & Hühner Insekten?

Insektensnacks stehen in der Beliebtheitsskala bei unseren Wachteln und Hühnern ganz klar auf Platz 1 – und das völlig zurecht! Insekten stehen auch auf dem natürlichen Speiseplan der Tiere und werden liebend gerne verspeist. Sie punkten vor allem durch ihren hohen Eiweißgehalt und haben auch sonst viele Vorteile.

Dabei ist nicht jeder Insektensnack gleich: Auch wenn der Allzeit-Klassiker Mehlwurm immer gut bei Wachteln und Hühnern ankommt, sind beispielsweise die Soldatenfliegenlarven, auch als Hermetialarven bekannt, ähnlich lecker und noch besser:

Soldatenfliegenlarven enthalten sehr viel tierisches Protein und haben einen hohen Calciumgehalt. Sie können problemlos mehrmals die Woche gegeben werden und sind bei uns immer ein sehr beliebter Snack zum Scharren und Beschäftigen!

Soldatenfliegenlarven findet Ihr bei uns im Shop übrigens auch unter dem Namen „Hermetialarven“:

Insektensnacks sind auch super dafür geeignet, wenn Eure Tiere noch ein bisschen scheuer sind und Ihr sie an Euch gewöhnen möchtet! Wenn Ihr regelmäßig ein paar Insektensnacks aus der Hand füttert, werden Eure Wachteln und Hühner ganz schnell verstehen, dass Ihr nur das Beste für sie möchtet!

Warum sortieren Wachteln und Hühner ihr Futter aus?

Wachtel sortiert Futter aus

Wachteln und Hühner können wirklich wählerisch werden, wenn es um ihr Futter geht. Sie picken sich oft die Zutaten heraus, die sie am liebsten fressen, zum Beispiel Mehlwürmchen, und sortieren alles andere rigoros aus!

Wir vergleichen sie gerne mit Kindern, die bei Nudeln mit Gemüse meist nur die Nudeln herauspicken. Daher ist es am besten, das Futter einfach etwas länger stehen zu lassen. Eure Wachteln und Hühner werden es futtern, sobald sie Hunger haben – und dann feststellen, dass es doch gar nicht mal so schlecht schmeckt!

Unser Tipp: Neues Futter gibt es erst, wenn der Futternapf leer ist – und so werden sie mit der Zeit daraus lernen und immer weniger Futter aussortieren.

Warum brauchen Wachteln und Hühner Mineralgrit?

Warum brauchen Wachteln Grit

Das Mineralgrit erfüllt gleich mehrere Funktionen – die wichtigste davon: Die kleinen Steinchen dienen als Zahnersatz!

Da unsere Wachteln und Hühner keine Zähne haben, funktioniert bei ihnen die Verdauung etwas anders: Die aufgenommene Nahrung wird im Muskelmagen mithilfe der kleinen Steinchen und Muskeltraktionen zerkleinert und besser verdaut.

Die kleinen Steinchen dienen aber nicht nur der Verdauung: Unser Mineralgrit enthält über 70 Spurenelemente und versorgt Eure Tiere so mit wertvollen Mineralstoffen! Das fördert die Federbildung und unterstützt einen stabilen Knochenbau!

Warum ist Oregano so wertvoll für Eure Tiere?

Oregano wertvoll für Wachteln und Hühner

Was bei uns meist auf der Pizza landet, kann weit mehr als nur gut schmecken: Denn wie viele andere Kräuter hat auch Oregano hervorragende Eigenschaften – und ist deshalb eine wichtige Zutat in der Kükenaufzucht und bei der Fütterung von Wachteln und Hühnern.

Die im Oregano enthaltenen ätherischen Öle können entzündungshemmend, antibakteriell, antiviral und fungizid wirken, also gegen Bakterien, Viren und Pilze helfen. Und auch bei Atemwegserkrankungen kann Oregano unterstützen, denn das Heilkraut kann schleimlösend wirken. Selbst im Darm hilft Oregano: Das Heilkraut kann Parasiten abtöten, die im Darm leben.

Das ist auch der Grund, weshalb wir Oregano in vielen unserer Produkte verwenden! Vor allem in unseren Kükenfuttersorten sowie dem Kükimmun, dem Pupufein und dem Immun Complete ist Oregano enthalten. Aber auch in vielen anderen unserer Futtersorten für adulte Tiere findet Ihr das Superkraut! 

Und wer von Oregano gar nicht genug bekommen kann, findet ihn auch pur in unserem Shop – natürlich wie immer in bester Qualität!

Dürfen Wachteln und Hühner Kürbis essen?

Darf Wachtel Kürbis fressen

Ja, Eure Wachteln und Hühner dürfen auf jeden Fall Kürbis futtern! Sie haben nicht nur viel Spaß daran, einen Kürbis auszupicken, sie profitieren auch noch von den wertvollen Inhaltsstoffen: Die vielen enthaltenen Provitamine und Vitamine sind eine tolle Ergänzung auf dem Speiseplan Eurer Tiere – und die enthaltenen Mineralstoffe wie Kalium und Calcium sind jetzt im Herbst und Winter besonders wichtig, damit Wachteln und Hühner wieder ihre Vorräte nach der Legephase auffüllen können.

Auch die Kerne sind gut für Eure Tiere und die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren können entzündungshemmend wirken. Falls Eure Wachteln Probleme haben, die Kernchen zu picken, könnt Ihr sie kleinhacken. Also: Kürbis halbieren, Kerne kleinhacken, und los geht’s mit dem wertvollen Herbst-Snack!

Übrigens: Auch in unserem Wurm&weg ist Kürbis enthalten!

Dürfen Wachteln und Hühner das gleiche Futter futtern?

Dürfen Wachteln Hühnerfutter fressen

Prinzipiell haben Wachteln und Hühner unterschiedliche Nährstoffansprüche. So benötigen Legewachten beispielsweise mehr Mineralstoffe als Hühner. Deshalb bieten wir auch speziell auf Wachteln und speziell auf Hühner abgestimmtes Futter an – denn würden Wachteln beispielsweise dauerhaft mit Hühnerfutter gefüttert werden, würden sie bald unter Mangelerscheinungen leiden, da sie nicht optimal versorgt sind.

Im Gegensatz dazu kommen Hühner aber besser damit klar, Wachtelfutter zu verwerten – weshalb man Hühner beispielsweise bei einer gemeinsamen Haltung auch mit Wachtelfutter füttern kann, ohne dass die Hühner unter Mangelerscheinungen leiden.

Aber auch wenn Hühner prinzipiell Wachtelfutter futtern dürfen, empfehlen wir, wenn möglich immer das perfekt auf die Tiere abgestimmte Futter zu füttern!

Wachteln und Hühner im Winter

Halten Wachteln und Hühner auch Minusgrade aus?

Sind Wachteln winterfest

Prinzipiell halten Legewachteln und auch Hühner Minusgrade problemlos aus. Allerdings sollte man unbedingt darauf achten, dass Stall und Voliere trocken und zugluftfrei sind! Kuschelige Einstreu, die besonders hoch eingestreut wird, hält zudem die Füße warm und trocken.

Da Wachteln und Hühnern kein wärmendes Wintergefieder wächst, ist es besonders wichtig, sie jetzt hochwertig zu füttern, denn über den Stoffwechsel regulieren sie ihre Körperwärme. Speziell dafür haben wir unser Wachtel Winter Spezial und Hühner Winter Premium entwickelt! 

Falls es zu kalt wird, kann eine Wärmelampe durch besonders kalte Nächte helfen. Aber dabei sollte man nicht übertreiben: Ihr solltet mit einer zusätzlichen Wärmequelle im Winter die Temperatur nie um mehr als 7°C erhöhen!

Warum legen Wachteln und Hühner im Winter keine Eier?

Wachtel Winter keine Eier

Im Winter sind Wachteln und Hühner in der Legepause – die übrigens nicht über die Temperatur geregelt wird, sondern über das fehlende Licht. Wann konkret sie das Legen einstellen und wieder beginnen, kann immer etwas unterschiedlich sein – meist endet die Legephase aber mit der Herbstmauser.

Warum gibt es aber dennoch das ganze Jahr über frische Eier? Mittels künstlichen Lichts kann die Legepause unterdrückt werden, sodass Wachteln und Hühner auch im Winter Eier legen. Wir finden es tierfreundlicher und sinnvoller, den Hühnern und Wachteln eine Legepause zu gönnen, damit sie wieder zu Kräften kommen und ihre körpereigenen Reserven auffüllen können.

Und wusstet Ihr schon: Jedes Huhn und jede Wachtel hat vom Schlüpftag an eine feste Anzahl an Eiern, die sie legen werden. Wer also im Winter auf Eier verzichtet, der hat generell länger etwas von den Eiern seiner Tiere!

Übrigens: Auch ein Calciummangel hält Wachteln und Hühner vorerst nicht vom Legen ab. Fehlen die benötigten Mineralstoffe, so bauen sie Calcium aus den eigenen Knochen ab. Meist sind Windeier und Brucheier deutliche Anzeichen von akutem Calcium-Mangel und sollten schnell mithilfe einer Calcium-Kur behoben werden.

Warum plustern sich Wachteln und Hühner im Winter auf?

Huhn plustert sich

An kalten Tagen plustern Wachteln und Hühner gerne mal ihr Gefieder auf und sehen aus wie kleine Federbälle – aber warum eigentlich? Das Aufplustern im Winter ist kein Anzeichen für Krankheiten!

Durch das Aufplustern bilden sich kleine Luftkammern zwischen den Federn, aus denen die Luft nicht entweichen kann. Die Luft erwärmt sich durch die Körperwärme und sorgt so für eine angenehme Isolation!

Übrigens: Auch bei unseren heimischen Wildvögeln wie dem Rotkehlchen kann man das Aufplustern beobachten!

Wie überwintert die bei uns heimische Europäische Wachtel?

Europäische Wachtel im Winter

Gar nicht! Denn die Europäische Wachtel (Coturnix coturnix) gehört zu den Zugvögeln.

Wer die Flugkünste seiner Wachteln einmal beobachtet hat, wird nicht glauben, dass Wachteln es viel weiter als bis zum nächsten Baum schaffen. Doch die bei uns heimische Europäische Wachtel legt erstaunlich weite Strecken zurück - sie gehört zu den Zugvögeln!

Ab Oktober macht sich die Wachtel auf den langen Weg nach Süden, um in Afrika und Indien zu überwintern.

Brauchen Wachteln und Hühner auch im Winter ein Sandbad?

Sandbad im Winter

Das Sandbaden ist ein wichtiges Grundbedürfnis von Wachteln und Hühnern. Schon als Küken ahmen sie die Badebewegungen nach! Das Sandbaden dient in erster Linie der Gefiederpflege, hilft aber auch, Parasitenbefall vorzubeugen. 

Auch wenn Parasiten im Winter seltener auftreten, fördert das Sandbaden auch in der kalten Jahreszeit das Wohlbefinden der Tiere und sollte daher nie fehlen!

Neben der Gefiederpflege nehmen Wachteln und Hühner beim Sandbaden auch gerne feine Steinchen auf, die ihnen im Muskelmagen bei der Verdauung des Futters helfen. Auch dafür ist das tägliche Sandbad wichtig! Unser Badesand ist übrigens besonders fein und enthält wertvollen Muschelgrit – für ein besonders artgerechtes Badevergnügen!

Übrigens: Im Winter solltet Ihr besonders darauf achten, dass das Sandbad trocken steht und keine Feuchtigkeit zieht. 

Infos zur Wachtelhaltung

Sind Wachteln und Hühner meldepflichtig?

Wachtel richtig halten

Egal, wie viele Tiere im eigenen Garten picken und ganz gleich, ob ihr die Eier verkauft oder nicht – Wachteln und Hühner unterliegen in Deutschland der Meldepflicht und müssen bei den zuständigen Behörden angemeldet werden – allerdings gibt es hier je nach Bundesland viele Unterschiede!

Wo muss ich meinen Tierbestand anmelden? Jeder Tierbestand muss beim zuständigen Veterinäramt angemeldet werden und bei der Tierseuchenkasse des jeweiligen Bundeslandes. Bei der Tierseuchenkasse gibt es jedoch große Unterschiede.

Muss ich meine Tiere bei der Tierseuchenkasse anmelden? Nicht immer – denn welche Tierarten meldepflichtig sind, das unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. So müssen Wachteln in Bayern und Baden-Württemberg zum Beispiel gar nicht bei der Tierseuchenkasse gemeldet werden, da sie nicht als meldepflichtige Tiere gelten. In anderen Bundesländern sind Tierbestände erst ab einer bestimmten Anzahl meldepflichtig, die viele Hobbyhalter gar nicht erreichen.

Ob Ihr Eure Tiere bei der Tierseuchenkasse anmelden müsst, hängt von Eurem Bundesland ab. Alle Informationen dazu findet Ihr auf der jeweiligen Internetseite Eurer Tierseuchenkasse. Unabhängig davon müsst Ihr den Bestand beim Veterinäramt anmelden.

Warum sollte man sich bei der Tierseuchenkasse anmelden?

Hintergrund der Tierseuchenkasse ist die Verhinderung von Tierseuchen bzw. deren Ausbreitung. Das hat für den Tierhalter im Seuchenfall den Vorteil, durch die Tierseuchenkasse im Seuchenfall mit Entschädigungszahlungen abgesichert zu sein. Ein Verstoß gegen die Meldepflicht gilt als Ordnungswidrigkeit. Problematisch wird es vor allem, wenn der eigene Bestand nicht angemeldet ist und eine Seuche verbreitet.

Übrigens: Auch ein Bestandsregister zu führen ist für jeden Hobbyhalter verpflichtend – alles, was Ihr dafür braucht, findet Ihr in unserem Stall- und Bestandsbuch!

Wie hebt man eine Wachtel richtig hoch?

Wachtel richtig halten

Zunächst einmal klären wir mal, warum es überhaupt sinnvoll ist, seine Wachteln anfassen und hochnehmen zu können: Denn auch wenn Ihr mit Euren Tieren nicht kuscheln wollt, ist es sinnvoll, sie schon früh daran zu gewöhnen, angefasst zu werden. Für einen regelmäßigen Gesundheitscheck sowie für etwaige Notfälle ist es immer praktisch, wenn sich Eure Tiere ohne Stress einfangen und anfassen lassen!

Bevor Ihr Eure Wachteln hochhebt, solltet Ihr sie am besten zunächst an Eure Nähe gewöhnen, damit sie nicht vor Euch weglaufen. Verbringt etwas Zeit mit Euren Tieren im Auslauf und füttert sie direkt aus der Hand mit Leckerbissen wie Hermetialarven oder Mehlwürmchen. Dabei könnt Ihr sie dann langsam an Eure Anwesenheit und an Berührungen gewöhnen.

Und so hebt Ihr eine Wachtel richtig hoch: Ob mit einer oder mit zwei Händen: Es ist wichtig, dass Ihr die Flügeln Eurer Wachteln sanft fixiert, damit sie nicht flattern und davonfliegen. Mit zwei Händen könnt Ihr beispielsweise die Wachtel von unten sanft umschließen und damit auch direkt die Flügel festhalten. Mit einer Hand könnt Ihr die Wachtel ebenfalls halten: Fasst dazu mit der Handfläche unter den Bauch der Wachtel und fixiert mit sanftem Griff zwischen Zeige- und Mittelfinger die Beinchen der Wachtel. Mit dem Daumen und den restlichen Fingern können dann die Flügel fixiert werden. Alternativ könnt Ihr Eure Wachtel auch von oben greifen und mit der Hand direkt beide Flügel umschließen.

Sind Eure Wachteln gut an Euch gewöhnt, dann ist es mit der Zeit auch möglich, sie direkt auf der Hand hochzuheben, ohne sie fixieren zu müssen. Üben könnt Ihr das, indem Ihr die Wachtel mit einem leckeren Snack auf die Handfläche lockt und leicht anhebt. Außerdem sollte man unbedingt Geduld mitbringen – und auch die Einsicht, dass manche Wachteln einfach nicht so kuschelbedürftig sind wie andere.

Brauchen Wachteln einen Hahn?

Brauchen Wachteln einen Hahn?

Deep Litter, auch Tiefeinstreu genannt, ist eine spezielle Einstreu-Methode, bei der die Einstreu besonders hoch eingestreut und sehr selten oder nie ausgemistet wird.

Dadurch soll ein besonders naturnahes Bodenklima geschaffen werden, in dem Mikroorganismen den Kot zersetzen und Feuchtigkeit aufnehmen. Praktisch für Euch: Deep Litter spart superviel Zeit, da das Ausmisten entfällt, und gleichzeitig einen besonders naturnahen Untergrund imitiert.

Damit sich die Mikroorganismen entwickeln, kann der Einstreu unser Mist&weg zugefügt werden. Auch die Wahl der Einstreu ist wichtig: Für Deep Litter eignet sich zum Beispiel unsere Dinkelstreu besonders gut.

Aber Vorsicht: Für Stallböden aus Holz ist Deep Litter nicht geeignet, da sich das Holz sich unter diesen Bedingungen zu schnell zersetzt!

Welche Pflanzen kann man in die Wachtelvoliere pflanzen?

Pflanzen in der Wachtelvoliere

Wichtig ist, dass die gewählten Pflanzen natürlich ungiftig für Eure Tiere sind und möglichst robust – sonst hat man leider nicht lange Freude an der neuen Bepflanzung. Perfekt für Auslauf und Voliere geeignet sind beispielsweise Ziergräser und Bambus. Beides wächst schnell an, sieht schön aus und bietet den Tieren eine ganz natürliche Struktur in ihrem Auslauf. 

Wer große Volieren oder einen weitläufigen Auslauf hat, kann sogar Bäume pflanzen. Am besten eignen sich Baumarten, die nicht zu groß werden, zum Beispiel Feldahorn, Eberesche oder Hainbuche. Bäume haben außerdem den Vorteil, dass sie im Sommer angenehm kühlenden Schatten spenden. Im Herbst ist Heidekraut eine beliebte Volierenbepflanzung, die auch den hungrigen Schnäbeln erstaunlich gut widersteht und lange schön aussieht. 

Schmackhafte Kräuter überleben in der Voliere meist nicht allzu lange. Wenn man Kräuter im Topf hat, kann man sie von Zeit zu Zeit aus der Voliere nehmen, damit sie sich erholen und neue Blätter bilden können – so bleiben sie Euch lange erhalten!

Natürlich gibt es auch ein paar Tricks, um den neuen Pflanzen das Leben zu erleichtern: So könnt Ihr die Wurzeln der Pflanzen mit schweren Steinen schützen, damit Eure Wachteln und Hühner nicht gleich ein Sandbad in der frischen Erde nehmen und die Wurzeln ausgraben.

Solange Ihr also darauf achtet, dass die Pflanzen ungiftig und robust sind, könnt Ihr Eurer Fantasie freien Lauf lassen und nach Lust und Laune die Voliere begrünen. In unseren Shop findet Ihr ungiftige Pflanzen für Wachteln und Hühner!

Kann man Wachteln und Hühner zusammenhalten?

Wachteln und Hühner zusammenhalten

Es ist nicht einfach, Wachteln und Hühner zusammen zu halten. Entscheidend ist bereits die Wahl der Hühnerrasse: Um den Größenunterschied möglichst gering zu halten, solltet Ihr bereits auf eine recht kleine Zwerghuhnrasse wie Serama oder Zwergseidenhühner setzen. 

Außerdem ist es wichtig, die Bedürfnisse beider Arten zu berücksichtigen: Während Wachteln viele Rückzugsmöglichkeiten und Verstecke brauchen, schlafen Hühner gerne erhöht auf Stangen und benötigen Legenester. Ausreichend Rückzugsorte, Futterstellen und Tränken verringern das Konfliktpotenzial.
Beim Futter solltet Ihr übrigens am Besten auf Wachtelfutter zurückgreifen: Während Hühner problemlos auch Wachtelfutter picken können, wären Wachteln mit Hühnerfutter auf Dauer mangelernährt.

Auch wenn man alle diese Tipps befolgt, ist die gemeinsame Haltung von Wachteln und Hühnern nicht einfach. Man sollte immer genügend Zeit einplanen, um mehrmals täglich nach den Tieren zu sehen und bei Problemen schnell eingreifen zu können.

Mit welchen Tieren Ihr Eure Wachteln übrigens problemlos zusammenhalten könnt, lest Ihr hier!

Wie unterstützt man Wachteln und Hühner in der Mauser?

Hühner und Wachteln in der Mauser unterstützen

Die Mauserzeit ist für Wachteln und Hühner eine extrem stressige Zeit, in der sie ihr gesamtes Gefieder erneuern – und so könnt Ihr sie dabei unterstützen:

Unnötigen Stress vermeiden! Die Mauser ist purer Stress für Eure Tiere: Das Immunsystem fährt herunter, alle Energie fließt in die Federneubildung. Deshalb solltet Ihr jeden unnötigen Stress in dieser Zeit besser vermeiden.

Mit Vitaminen unterstützen! Zum Ende der Legephase sind Eure Tiere ohnehin geschwächt und sollten in der Mauser deshalb mit zusätzlichen Nährstoffen unterstützt werden. Eine unzureichende Versorgung in der Mauser kann dazu führen, dass das Federkleid nicht vollständig neu gebildet wird! Perfekt dafür geeignet: Unser Mauser-Fit und unser Winter-Fit!

Nicht anfassen! Während die Federn neu gebildet werden, sind die frisch durchbluteten Federfollikel extrem empfindlich und Eure Tiere sehr berührungsempfindlich! Berührungen sollten in dieser Zeit auf ein Minimum reduziert werden.

Sandbad anbieten! Ein Sandbad sollte Euren Wachteln und Hühnern immer zur Verfügung stehen – während der Mauser ist es aber noch wichtiger! Zusätzlich könnt Ihr es mit Einstreu-Öl gegen Parasiten aufpeppen!

Wie unterstützt man Wachteln und Hühner bei Hitze?

Hühner und Wachteln bei Hitze unterstützen

Sommerhitze macht nicht nur uns zu schaffen – auch unsere Tiere leiden darunter. Mit den folgenden Tipps könnt Ihr ihnen etwas Linderung verschaffen:

☀️ Kühler Schatten: Unter Bäumen, Büschen und im Schatten von Mauern bleibt es trotz der Hitze angenehm kühl. Ein Tunnel oder Höhlen können sich dagegen unangenehm aufheizen.

☀️ Richtig füttern: Für WachtelnHühner und Zwerghühner gibt es unser neues Sommerkorn mit unserem pflanzlichen Sommerkomplex, der die Tiere bei Hitze und gegen Milben unterstützt.

☀️ Mit Vitaminen unterstützen: Vitamine und Mineralstoffe im Trinkwasser helfen den hitzegestressten Tieren und sind ganz einfach mit unserem Sommer-Fit zu verabreichen!

☀️ Abkühlung anbieten: Wie wär‘s mit einem erfrischenden Fußbad? Bietet Euren Wachteln und Hühnern Wasser in einem Blumenuntersetzer an. Oder friert Beeren ein und bietet sie in einer Wasserschale als kühle Erfrischung an. Und wer es etwas ausgefallener mag, püriert die Beeren mit etwas Wasser und frischen Kräutern, friert sie ein und serviert sie den Tieren als Eis!