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Tipps und erste Hilfe für Wachteln

Meine Wachtel ist krank – was soll ich tun?

Auf einmal muss es ganz schnell gehen: Man kommt in den Wachtelstall und findet ein verletztes oder krankes Tier – was dann? Wichtig ist erst einmal: Ruhe bewahren! Die wichtigsten Schritte zur Ersten Hilfe, was jeder Wachtelhalter daheim haben sollte und einige Krankheiten, die Wachtel befallen können, erklären wir Ihnen hier.

Krankheitssymptome bei Wachteln

Auf diese Warnsignale können Sie achten, um Krankheiten bei Ihren Wachteln rechtzeitig zu erkennen:

  • Nasen- oder Augenausfluss
  • Aufplustern
  • Niesen
  • Durchfall
  • Röcheln
  • Absonderung von der Gruppe
  • Verhaltensänderung
  • Appetitlosigkeit
  • Abmagerung
  • Humpeln

Mit der Wachtel zum Tierarzt?

Natürlich sind manche Wunden oder Krankheiten so schlimm, dass Sie mit der Wachtel besser zum Tierarzt sollten. Da das nicht immer möglich ist oder der nächste Tierarzt weit entfernt ist, sollte man eine Wachtel-Notfall-Apotheke daheim haben und wissen, was bei den gängigsten Verletzungen zu tun ist.

Das gehört in eine Wachtel-Notfall-Apotheke

  • Einmalhandschuhe: Helferschutz steht an erster Stelle, deshalb immer Handschuhe tragen, wenn Sie ein krankes Tier anfassen!
  • Wund- und Handdesinfektion: Handdesinfektion wie Sterilium oder Sagrotan für die eigenen Hände, Wunddesinfektion für Wunden.
  • Traubenzucker: Im Wasser aufgelöst kann Traubenzucker als Energiebombe bei geschwächten Tieren helfen.
  • Saubere Unterlage: Weitere Verschmutzung und Keime sollten verhindert werden.
  • Notfallkäfig: In einem einfachen Kaninchenkäfig kann das verletzte Tier schnell separiert werden.
  • Mullbinde: Stoppt Blutungen und hindert das Tier daran, in der Wunde zu picken.
  • Sterile Kompresse: Verhindert, dass Infektionen in die Wunde kommen.
  • Spritze ohne Kanüle: Mit einer Spritze können geschwächten Tieren z.B. Traubenzuckerwasser direkt in den Schnabel gegeben werden. Wichtig: Natürlich ohne spitze Nadel!

Legenot bei der Wachtel – was tun?

Als Legenot bezeichnet man es, wenn das Ei im Legedarm der Henne feststeckt. Die Gründe sind unterschiedlich: Falsches Futter oder falsches Halten am Bauch können eine Ursache sein. Bei einer Legenot sollte man immer den Tierarzt aufsuchen. Der kann durch sanfte Massage oder Spülung das Ei hervorbringen oder eine Not-OP durchführen. Zerbricht das Ei, hat die Henne wenig Überlebenschancen! Ausführlich über die Legenot bei Wachteln haben wir in unserem Livetalk berichtet. Um einer Legenot vorzubeugen, sollte man auf ausgewogenes, artgerechtes Futter achten.

Wie erkenne ich eine Legenot?

  • Henne schnauft angestrengt und plustert sich auf
  • Henne sitzt breitbeinig da
  • Ei ist deutlich im Bauch zu spüren
  • Wird schnell matter
  • Frisst und trinkt nichts

Wunden und Verletzungen bei Wachteln

Obwohl Wachteln eigentlich eine recht feste Rangordnung haben, kann es trotzdem immer mal wieder zu Unstimmigkeiten im Wachtelstall kommen. Besonders häufig sind die Tiere dann am Kopf verletzt. Die gute Nachricht zuerst: Wachteln haben eine sehr starke Selbstheilung! Es ist verwunderlich, welch schlimm aussehenden Wunden bei Wachteln schnell wieder verheilen können.

In 6 Schritten einer verletzten Wachtel helfen

  1. Ziehen Sie Einmalhandschuhe an.
  2. Separieren Sie das verletzte Tier.
  3. Stoppen Sie die Blutung und säubern Sie die Wunden von groben Verunreinigungen.
  4. Desinfizieren Sie die Wunden der Wachtel. Hierfür eignet sich Wund-Spray oder Wund-Puder. Wichtig: Verwenden Sie immer nur Wunddesinfektionsmittel – niemals Handdesinfektionsmittel!
  5. Achten Sie darauf, dass die Wachtel die Wunde nicht aufkratzt und dass die Unterbringung immer schön sauber ist.
  6. Lassen Sie das verletzte Tier separiert in Ruhe gesund werden. Es genügt nicht, wenn sich ein Schorf gebildet hat. Die Wunde sollte komplett verheilen.

Wie erkenne ich Kokzidien bei der Wachtel?

Kokzidien sind Einzeller, die im Darm der Wachteln vorkommen können. Gesunde und kräftige Tiere entwickeln im Laufe ihres Lebens durch regelmäßigen Kontakt mit den Einzellern in der Regel eine gute Immunität. Aber bei zu starkem Befall oder hochpathogenen Erregern erkranken auch erwachsene Tiere. Für Küken ist die Kokzidiose oft tödlich! Eine Kokzidiose erkennt man an wässrig-schleimigem Durchfall, der selten auch blutig sein kann.

Was man gegen Kokzidien tun kann

  • Erkrankte Tiere vom Tierarzt behandeln lassen
  • Hygiene beachten: Saubere Einstreu, sauberes Wasser, sauberes Futter
  • Biologische Wurmkuren und Darmsanierungen helfen vorzubeugen
  • Vorbeugend Oregano zufüttern

Wenn der Kropf der Wachtel verstopft

Es kann vorkommen, dass der Kropf der Wachtel verstopft. Dabei ist der Kropf sehr stark angeschwollen, die Wachtel hat oft Atemnot. Einen verstopften Kropf sollte man erst einmal nur beobachten, denn oft erholt sich die Wachtel von selbst. Verschlechtert sich allerdings der Allgemeinzustand, dann sollte man eingreifen: Dazu halten Sie die Wachtel vorsichtig kopfüber und massieren ihren Kropf. Vorsicht: Die Wachtel nicht länger als maximal eine Minute über Kopf halten! Das Ganze maximal dreimal wiederholen, so löst sich häufig der Kropfinhalt. Hilft das nicht, sollte man einen Tierarzt aufsuchen!

Über die Vogelgrippe sowie den Befall mit Federlingen und der roten Vogelmilbe haben wir schon ausführlich berichtet.

Ausführliche Beschreibungen über Krankheiten bei Wachteln, Erste Hilfe und die Wachtel-Notfall-Apotheke finden Sie in unserem Fachbuch Wunderbare Wachtel-Welt!