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Mit welchen Tieren kann man Wachteln zusammenhalten?

Wachteln sind klein und niedlich, da liegt der Gedanke nahe, dass weitere kleine und niedliche Tiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen perfekt zu unseren gefiederten Lieblingen passen würden! Leider weit gefehlt. Beim Zusammenleben mit Kaninchen, Huhn und Co. mit unseren Wachteln gibt es viele Fallstricke.

Soviel vorab: Es gibt wenige Tierarten, mit denen unsere Wachteln gut klarkommen und selbst dann ist auf die Bedürfnisse beider Arten mit viel Bedacht einzugehen. Wir geben Tipps, mit welchen Tieren man Wachteln vergesellschaften kann und von welchen Kombinationen man besser die Finger lässt!

Häufig werden diese Tiere gerne mit Wachteln zusammen gehalten:

  • Kaninchen
  • Meerschweinchen
  • Schildkröten
  • Prachtfinken
  • Zierwachteln
  • Zwergwachteln


Wachteln mit Kaninchen und Meerschweinchen geht das gut?

Die simple Antwort auf diese Frage ist: Leider nein. Wachteln mit Kaninchen zusammenzuhalten, ist aus verschiedenen Gründen für beide Arten keine gute Idee und kann schlimmstenfalls den Tod der Tiere mit sich bringen. Hier sollte man also keine Experimente unternehmen, sondern Wachteln und Kaninchen immer getrennt halten! Gründe dafür gibt es verschiedene. Der erste und offensichtlichste ist die unterschiedliche Lebensweise der Tiere. Während unsere Wachteln gerne tagsüber gemütlich im Gehege scharren, picken und nach Leckerbissen suchen, sind Kaninchen auch gegen Abend und in den frühen Morgenstunden aktiv und wuseln dann durch den Stall, wenn die Wachteln Ruhe brauchen. Diese andere Lebensweise stresst die Wachteln ? was wiederum dazu führt, dass sie schlechter legen und generell krankheitsanfälliger werden. Auch kann der Stress dazu führen, dass sich die Tiere gegenseitig angreifen und böse Verletzungen zufügen können. Aber nicht nur für die Wachtel selbst ist die Haltung unpassend. Für die Kaninchen kann sie auch tödlich enden. Grund dafür sind verschiedene Endoparasiten wie beispielsweise Kokzidien, die bei Wachteln häufiger vorkommen. Auch wenn man selbst noch so reinlich ist und die Voliere täglich reinigt: Parasiten tauschen sich immer unter den verschiedenen Tieren aus, die man gemeinsam hält! Sie werden über den Kot der Tiere ausgeschieden und verbreitet. Damit können sie sich direkt auf dem Futter befinden, das das Kaninchen frisst, oder an anderen Bereichen in der Voliere, an denen es knabbert. Selbst über die Körperpflege können sich Kaninchen infizieren: Denn dabei lecken sie ihre Pfötchen hab, mit denen sie zuvor über infizierten Kot gelaufen sein könnten. Hat die Wachtel Endoparasiten, kommen sie also auch bei den Kaninchen vor!

Und das kann bei den kleinen Nagern problematisch werden: Eine Kokzidiose verläuft bei Kaninchen, gerade bei Jungtieren, sehr gefährlich bis tödlich. Auch andere Magen-Darm-Parasiten machen den kleinen Tieren zu schaffen und können sie stark gefährden. Eine gemeinsame Haltung ist deshalb verantwortungslos!

Wachteln mit Schildkröten halten

Was für die Kaninchen gilt, trifft auch auf andere Tiere wie Schildkröten zu: Eine gemeinsame Haltung geht nicht gut und sollte nicht versucht werden. Auch hier ist das Naturell der Tiere zu unterschiedlich, was zu gegenseitigem Stress führt. Schildkröten werden von Wachteln auch gerne gepickt ? und da Schildkröten bekanntermaßen nicht die schnellsten Tiere sind, schaffen sie es auch nicht, den flinken Wachteln zu entkommen. Und wie bei den Kaninchen können die verschiedenen Endoparasiten der Wachteln bei Schildkröten schwere Krankheiten hervorrufen.

Sind Wachteln und Prachtfinken eine hervorragende Kombination?

Wachteln gemeinsam mit Prachtfinken wie Zebrafinken zu halten, ist tatsächlich eine Kombination, die sehr gut funktionieren kann, wenn man einige grundlegende Regeln beachtet.

Wachteln und Prachtfinken verstehen sich deshalb so gut, da sie verschiedene Lebensräume in der gleichen Voliere nutzen und sich dadurch gegenseitig nicht stören. Damit jede Art auch ohne Stress an Futter und Wasser kommt, ist es deshalb wichtig, beides getrennt anzubieten. Die Finken sollten also in den oberen Stockwerken Zugang zu Wasser und Futter haben, die Wachteln wie gewohnt auf dem Boden. Auch sind die Futteransprüche unterschiedlich: Wachteln sollten natürlich artgerechtes Wachtelfutter erhalten. Finken haben einen anderen Futteranspruch und brauchen wesentlich mehr Hirse. Die Hirse für die Finken sollte man außer Reichweite der Wachteln füttern, sonst werden die kleinen Hühnervögel schnell fettleibig. Sollten die Finken hin und wieder vom Wachtelfutter naschen, ist das nicht weiter schädlich für die Vögel. Problematisch wird es jedoch, wenn die Finken brüten. Sobald die Jungen flügge werden, fallen sie etwas orientierungslos aus dem Nest und können noch kaum fliegen. Das endet für die kleinen Jungvögel leider tödlich, wenn der Volierenboden mit Wachteln geteilt wird! Die Wachteln haben kein Erbarmen mit den schutzlosen Jungtieren. Es ist wohl selbsterklärend, dass man dieses unnötige Tierleid vermeiden muss ? aber wie? Entweder unterbindet man von Beginn an das Brüten der Finken ? ob man das allerdings auf Dauer machen möchte, und ob das artgerecht gegenüber den Vögeln ist, muss jeder Halter selbst entscheiden. Eine etwas aufwändigere, aber artgerechtere Methode ist es, den Finken einen sicheren Platz zum Brüten zu gewähren. Dazu lässt man an die Wachtel-und-Finken-Voliere eine zweite Voliere angrenzen, die nur über einen Durchgang in Flughöhe der Finken erreicht werden kann ? den Wachteln bleibt der Zugang in die zweite Voliere damit verwehrt. In der wachtelfreien Zone können die Finken jetzt ungestört brüten und ihren Nachwuchs sicher großziehen. Man sollte nur frühzeitig ein Auge darauf haben, wo die Finken ihre Nester bauen und die Nester in der Wachtelvoliere entfernen.

Wachteln und Hühner gemeinsam halten

Wachteln sind kleine Hühner, könnte man meinen...da müsste doch auch ein Zusammenleben gut gehen? Das funktioniert nur bedingt und auch nur mit viel Zeit und Geduld.

Vorweg das Wichtigste: Mit großen Hühnern sollte man seine Wachteln keinesfalls gemeinsam halten. Hier ist der Größenunterschied einfach zu groß und die konsequente Hackordnung bei Hühnern führt schnell zu Verletzungen bei den wesentlich kleineren Wachteln. Was aber unter Umständen funktionieren kann, ist das Zusammenleben mit verschiedenen Zwerghühnern.

Wichtig ist, die Kleinsten der Kleinen auszuwählen. Gut funktionieren tun beispielsweise Zwergseidenhühner oder Serama. Größere Zwerghühner wie Zwerg-Brahmas sind zu groß für Wachteln. Die Voliere sollte so eingerichtet sein, dass beide Arten auf ihre Kosten kommen: Die Wachteln brauchen genug Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten. Möglich ist auch ein Bereich, den nur die Wachteln erreichen können. Das funktioniert zum Beispiel über enge Zaunelemente, durch die nur die kleinen Wachteln durchpassen. Die Zwerghühner dagegen benötigen Möglichkeiten, sich nach oben zurückzuziehen. Sitzstangen für die Nacht mit darunter angebrachtem Kotbrett sind unabdingbar. Zudem brauchen die Hühner Nester zum Eier legen.

Futter und Wasser sollte an mehreren Stellen für alle erreichbar sein, damit hier keine rangniedrigeren Tiere ausgeschlossen werden. Da Wachteln anspruchsvoller bei den Futterbedürfnissen sind, sollte man zudem darauf achten, hochwertiges Wachtelfutter zu füttern. Auch an die Zwerghühner, da sich die Tiere das Futter ohnehin teilen. Zu der Kombination Wachtel und Zwerghühner können wir aber nur raten, wenn auch sehr viel Zeit zum Beobachten ist. Man sollte mehrmals täglich nach den Tieren schauen, um schnell eingreifen zu können, falls es doch einmal schiefgeht. Das Zusammenleben zwischen Hühnern und Wachteln ist sehr zeit- und betreuungsintensiv!

Legewachteln und Zierwachteln gemeinsam halten

Auf den ersten Blick mag es auch wie eine gute Idee erscheinen, ein paar hübsche Zierwachteln zu den Legewachteln zu setzen. Davon müssen wir aber vehement abraten!

Zierwachteln haben gänzlich andere Ansprüche an die Haltung als Legewachteln. Spätestens in der Brutzeit wird der Wachtelhahn der Zierwachteln sehr territorial und hat einen viel stärkeren Beschützerinstinkt für seine Henne als es Legewachteln haben.

Weshalb sich der Wachtelhahn mit allem anlegen wird, was sich noch in der Voliere befindet. Vor allem Schopfwachteln und Zwergwachteln sind absolut ungeeignet, um sie mit Legewachteln zu mischen. Aufgrund dieses Verhaltens sollte man Zierwachteln grundsätzlich nicht mit Legewachteln halten.

Als zweiter, wichtiger Aspekt sind die grundlegend unterschiedlichen Ansprüche an ihr Futter zu nennen. Zierwachteln bedürfen einer anderen Fütterung als Legewachteln. Füttert man Legewachteln wie Zierwachteln, verfetten sie und bekommen nicht vollständig, was sie benötigen. Umgedreht tut Legewachtelfutter auch Zierwachteln nicht gut. Einen artgerechten Mittelweg, der beiden gerecht wird, gibt es nicht.

Zusammenfassung: Wer verträgt sich mit meinen Wachteln?

  • Wachtel + Kaninchen, Meerschweinchen oder Schildkröte = auf keinen Fall
  • Wachtel + Prachtfinken = Sehr gute Kombination, aber auf Schutz bei der Brut achten.
  • Wachtel + Hühner = Bedingt möglich. Hier kommt es auf die richtige Hühnerrasse an und viel Zeit und Geduld!
  • Legewachtel + Zierwachtel = auf keinen Fall