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Vogelmilben und Federlingen bei Wachteln

Milben und Federlinge gehören zu den Ektoparasiten, also Parasiten, die auf der Haut schmarotzen und sich von den Tieren ernähren. Gegen Ektoparasiten ist Vorbeugung besser als Heilung! Wir geben Tipps, was man gegen die rote Vogelmilbe und Federlinge im Wachtelstall tut.

Symptome bei Befall mit Vogelmilben

  • Kleine, orangene Punkte auf der Haut
  • Juckreiz
  • Tiere wirken gestresst

Symptome bei Befall mit Federlingen

  • Glanzloses, struppiges Gefieder
  • Juckreiz
  • Unruhige Tiere

Die Vogelmilbe im Wachtelstall

Die rote Vogelmilbe ernährt sich vom Blut der Wachteln. Die Eier legt die Vogelmilbe nicht direkt auf dem Wirtstier ab, sondern in dunklen und schwer zugänglichen Ecken des Stalls. Am besten erkennt man einen Befall in den frühen Abendstunden an kleinen, orangenen Punkten auf der Haut der Wachtel. Vorsicht bei der Behandlung: Die rote Vogelmilbe kann auch den Menschen befallen!

Federlinge im Wachtelstall

Federlinge ernähren sich hauptsächlich von den Federn der Wachteln und in geringen Mengen von deren Blut. Einen Befall mit Federlingen erkennt man am glanzlosen und struppigen Gefieder der Wachtel. Die betroffenen Tiere werden unruhig und leiden unter dem Juckreiz. Selten kann es vorkommen, dass nur ein einzelnes Tier befallen ist. Meist handelt es sich um ein ohnehin schon geschwächtes Tier, das dann von der Gruppe getrennt werden sollte.

Wie man Federlinge und Vogelmilben bekämpfen kann

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Mittel und Medikamente, um die unliebsamen Schmarotzer fernzuhalten. Für Wachtelhalter lohnt sich ein näherer Blick auf die Auswahl, denn nicht jedes Mittel ist immer notwendig und gut für die Tiere.

Natürliche Mittel sollten die erste Wahl bei der Vorbeugung und Behandlung von Parasiten sein. Sie bekämpfen die Parasiten mit natürlichen Mitteln und schaden den eigenen Tieren nicht. Natürliche Mittel basieren beispielsweise auf Geraniol, einem Bestandteil verschiedener ätherischer Öle, und dem Margosa-Extrakt aus dem Niembaum. Die Wirkstoffe sind biologisch abbaubar und unbedenklich. Da die Mittel in der Regel nicht in den Organismus der Wachteln eindringen, braucht es auch keine Wartezeit für den Verzehr von Eiern oder Fleisch.

Chemische Mittel wie Umgebungsspray oder Fogger wirken vernichtend auf Parasitenbefall. Allerdings belasten sie auch die Umwelt, Umgebung und Wachteln, da sie auf insektenvernichtende Biozide setzen. Mittel mit einer Langzeitwirkung halten die Parasiten zwar über Monate fern, belasten aber auch ebenso lange ihre Umgebung. Wachtelhalter sollten abwägen, ob solche drastischen Wege nötig sind – besser ist immer, zuerst auf natürliche Mittel zu setzen!

Vorsicht bei Mitteln, die nicht für Wachteln zugelassen sind! Sebacil wird immer wieder als wirksames Mittel gegen Parasiten bei Wachteln und Hühnern empfohlen, doch das Medikament ist für diese Anwendung nicht zugelassen! Das bedeutet, dass klinisch nicht getestet ist, ob und wie die Medikamente auf Wachteln wirken und welche Dosierung angebracht ist. In einem Selbsttest haben wir festgestellt, dass dennoch 7 von 10 Tierärzten Sebacil gegen Federlinge empfehlen! Tierärzte, die ein Medikament ohne Zulassung für die entsprechende Tierart verschreiben, machen sich sogar strafbar. Wir raten jedem Wachtelhalter: Keine Experimente an den eigenen Tieren und nur zugelassene Mittel anwenden!

Vorsicht auch vor kuriosen Internet-Tipps: In Foren stolpert man immer wieder über vermeintliche Tipps, die gegen Parasitenbefall helfen – schlimmstenfalls aber den Wachteln schaden. Ein Klassiker ist Farn im Wachtelstall: Wahlweise soll man die Pflanze im Stall aufhängen oder unter die Einstreu mischen. Davon raten wir dringend ab, denn Farn ist giftig für die Tiere. Auch hält sich der Tipp, den Stall mit Diesel gegen Parasiten zu behandeln! Es sollte jedem verantwortungsbewussten Tierhalter klar sein, dass Diesel sowohl die eigene als auch die Gesundheit der Tiere schädigt ? also Finger weg von kuriosen Internet-Tipps!

So beugt man einen Befall mit Vogelmilbe und Federlingen vor:

Damit sich die Vogelmilbe möglichst gar nicht erst im Wachtelstall einnistet, sollten alle Ecken und Ritzen im Stall vorsorglich mit Silikon ausgespritzt werden. Zudem sollte der Stall zweimal jährlich ausgeräumt und mit Kieselgur ausgestäubt werden. Sowohl zur Behandlung der Tiere als auch der Umgebung gibt es natürliche Schutzmittel, die vorbeugend angewendet werden können.

Vorbeugende Behandlung gegen Parasiten im Wachtelstall:

  • Mit dem MiteFight® Parasitenspray auf Basis von Geraniol und Margosa-Extrakt regelmäßig alle Nester, Verstecke und Einrichtungsgegenstände einsprühen.
  • Das MiteFight® Spot-on ist ein natürlicher Parasitenschutz speziell für Vögel und Kleintiere, der Wachteln vorbeugend direkt auf die Haut aufgetragen werden kann.
  • Kieselgur hat eine starke dehydrierende Wirkung auf Schadinsekten und kann auch vorbeugend im Stall oder der Voliere ausgebracht werden. Für Vögel ist Kieselgur unbedenklich.

Warum Hund und Katze im Wachtelstall nichts verloren haben

Man darf nicht vergessen, dass unsere geliebten Vierbeiner auch Raubtiere sind, auf deren Speiseplan Wachteln stehen können. Deshalb sollte klar sein, dass weder Hund noch Katze Zutritt zum Wachtelstall haben sollten. Auch wenn die Tiere noch so zahm sind, sollte man auch bedenken, dass die Anwesenheit von natürlichen Feinden die Wachteln beunruhigen kann.

Hier hilft, ähnlich wie bei den anderen bekannten Fressfeinden, die Voliere stabil genug zu bauen, den Boden nach unten zu sichern sowie keine Lücken zu lassen und natürlich darauf achten, dass beim Betreten oder Verlassen der Voliere nicht plötzlich die Katze mit hineinhuscht.

So wird man Vogelmilbe und Federlinge erfolgreich los

Wenn man einen Befall mit der roten Vogelmilbe oder Federlingen feststellt, gibt es verschiedene Mittel, mit denen die Tiere und der Stall behandelt werden können. Wichtig bei einer Behandlung ist immer: Sowohl die Tiere als auch die Umgebung müssen konsequent behandelt werden, sonst wird man die Parasiten nicht los!

Behandlung der betroffenen Wachteln und der Umgebung:

  • Das MiteFight® Spot-on AKUT wird bei einem akuten Befall mit Federlingen oder Vogelmilben als Spot-On in den Nacken der Tiere getröpfelt. Die antiparasitäre Wirkung hält für etwa vier Wochen an.
  • Das MiteFight® Parasitenspray kann vorbeugend auf die Umgebung angewendet werden. Bei einem akuten Befall mit Parasiten sprüht man zusätzlich die Wachteln mit dem pflanzlichen Parasitenspray ein.
  • Das MiteFight® Eukalyptus-Sprayist ein Repellent auf Basis von Eukalyptusöl. Es wird direkt auf das Gefieder aufgesprüht und belastet die Wachteln nicht.
  • Das MiteFight® Umgebungsspray basiert auf Geraniol und Margosa-Extrakt und ist unschädlich für Wachteln. Bei Parasitenbefall Flächen einsprühen und langfristig zur Vorbeugung anwenden.
  • Checkliste: Was hilft gegen Vogelmilbe und Federlinge?

    • Empfehlenswert: Natürliche Mittel zur Vorbeugung und Bekämpfung
    • Nur in Notfällen: Chemische Biozide gegen Parasitenbefall
    • Finger weg: Nicht zugelassene Mittel wie Sebacil
    • Vorbeugend: Ritzen mit Silikon verschließen, Stall regelmäßig reinigen und mit Kieselgur ausstauben