Wachtelaufzucht

Japanische Legewachteln erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit unter Hobbyhaltern und Züchtern. So sind sie ähnlich wie Hühner gut in Haremsgruppen zu halten und liefern neben ihrem niedlichen Aussehen auch schmackhafte Eier. Manche Wachtelhalter verwenden sie auch zur Fleischgewinnung. Ganz egal, ob Sie sich einfach nur an der Haltung der putzigen Vögel erfreuen oder sie als Nutztiere halten: Bei der Wachtelaufzucht und -brut gibt es etliche Faktoren zu beachten, damit die Tiere gesund bleiben und genügend Eier legen.

Wachtelküken aufziehen ?
Schritt für Schritt

Die Aufzucht von Wachtelküken ist recht unkompliziert und bereitet viel Freude. Wenn Sie auch zu Wachtel-Eltern werden möchten, benötigen Sie nur einiges an Vorbereitung für die erfolgreiche Aufzucht der niedlichen Minihühnchen. Das wichtigste bei der Wachtelaufzucht ist der Aufzuchtkasten. Hier verbringen die Jungvögel intensiv die ersten zwei bis drei Wochen und wachsen zu adulten Wachteln heran. Zusätzlich benötigen Sie eine Wärme- oder Infrarotlampe, die die erforderlichen 38 Grad in der Aufzuchtbox herstellen kann. Aber nicht nur die erforderliche Wärme ist für die Wachtelküken wichtig: Auch spezielles Aufzuchtfutter und Trinkwasser muss jeden Tag frisch zur Verfügung stehen

Das brauchen Sie:

Anleitung zum Bau der Aufzuchtbox

Als Aufzuchtbox eignen sich verschiedene Behälter. Oft wird ein ausgedientes Aquarium oder auch Kaninchenkäfig verwendet. Wichtig ist, dass die Gesamthöhe von 40 cm nicht unterschritten wird, damit die Wachtelküken nicht flüchten können. Wer es unkompliziert mag: Für die Aufzucht von Wachtelküken gibt es professionelle Kükenboxen zu kaufen.

Für die Kreativen unter Ihnen: Eine Aufzuchtbox können Sie auch in wenigen Schritten selbst basteln. Besonders gut eignet sich ein großer Karton mit den ungefähren Maßen 100x50x40 cm (Breite x Tiefe x Höhe). Wenn es noch einen Deckel zu dem Karton gibt, können Sie daran die Wärmelampe befestigen. Alternativ haben sich Wärmeplatten sehr gut bewährt.

Damit die Küken einen möglichst weichen Untergrund haben, sollte die Box mit handelsüblichem Küchenpapier ausgelegt werden. Mit diesem können jeden Tag die Verschmutzungen schnell und mit wenig Aufwand entfernt werden, ohne gleich die komplette Aufzuchtbox erneuern zu müssen.

Das Trinkwasser wird am besten in einer speziellen Geflügeltränke für Küken angeboten. Der Rand sollte recht eng und flach sein, damit sich für die Wachtelküken keine Gefahren ergeben und kein Küken ertrinken kann. So ist sichergestellt, dass genügend Trinkwasser zur Verfügung steht und es gleichzeitig nicht verschmutzt wird.

Die Fütterung muss mit speziellem Kükenfutter geschehen, das sie bei uns im Shop erwerben können. Es enthält alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe, die das Wachtelküken zum Aufwachsen benötigt. Besonders der optimale Eiweißanteil ist enorm wichtig für ein gesundes Wachstum.

Wachtelaufzucht - Alles über Wachteln online im Wachtel Shop

Als Futterbehälter eignet sich das Unterteil des Futterautomaten oder ein extra Futtertrog besonders gut. Dort kann genügend Futter angeboten werden. In den ersten Tagen sollten Sie Ihren Küken ein wenig zusätzlichen Blaumohn anbieten. So kann die Darmtätigkeit optimal reguliert und Durchfall vorgebeugt werden. Außerdem sehen die Wachteln dann das angebotene Futter besser.

Das Schöne ist: Die Wachtelküken verfügen quasi über einen Futterschutz, denn sie fressen nur die Menge an Futter, die ihr Körper auch wirklich benötigt. Das Kükenfutter hat eine Zusammensetzung, die an den Nährstoffverbrauch der Tiere angepasst ist und besteht hauptsächlich aus dem hochwertigen Rohprotein und anderen natürlichen Stoffen, wie Mais, verschiedene Hirsesorten und dem für den Knochenbau wichtigen Calcium. Bei uns im Wachtel-Shop erhalten Sie immer perfekt auf die Wachteln abgestimmtes Futter. Wenn Sie bei der Auswahl Hilfe benötigen, sind wir jederzeit für Sie da.

(Weitere) Tipps zur Aufzucht von Wachtelküken

Damit die Brut und die Aufzucht von Wachtelküken zufriedenstellend gelingen, muss die Temperatur in der Brutmaschine und auch in der Aufzuchtbox ständig überwacht und kontrolliert werden. Eine spezielle Wärmelampe ist besonders empfehlenswert, da die Verbrennungsgefahr bei Berührung wesentlich geringer als bei herkömmlichen Glühbirnen oder Wärmequellen ist. Zudem lässt sich die Temperatur an Wärmelampen individueller regeln und verhindert zusätzlich ein Überhitzen der Tiere und einen dadurch womöglich verursachten Tod.

Wachtelaufzucht - Alles über Wachteln online im Wachtel Shop

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Die kleinen Körper der Wachtelküken sind gerade am Anfang sehr auf die Wärme angewiesen und die Temperatur sollte in der Aufzuchtbox in etwa bei 36 bis 38 Grad Celsius liegen. Die Wärmelampe muss die Funktion der Wachtelglucke ersetzen und ist lebensnotwendig für die Küken. Besonders beliebt sind bei Mensch und Küken extra für die Kükenaufzucht konzipierte Wärmeplatten, die die Glucke ersetzen. Durch ihre Höhenverstellbarkeit kann man sie der Größe der Küken immer perfekt anpassen und es besteht eine gleichmäßige Wärme unter der Platte. Durch extra Hauben kann auch dem Draufklettern der Küken auf die Platte und somit der Verunreinigung durch Kot vorgebeugt werden.

Hygiene bei der Wachtelaufzucht einhalten

Achten Sie bei der Aufzuchtbox und selbstverständlich auch bei den Wachtelküken immer auf eine ausreichende Hygiene. Kot und andere Verunreinigungen sind potenzielle Krankheitsherde und stellen eine Gefahr für die Küken dar, wenn sie nicht regelmäßig entfernt werden. Deswegen ist es für eine reibungslose Aufzucht der Wachtelküken notwendig, Käfige und Boxen jeden Tag, ab einem gewissen Alter auch mehrmals täglich, zu säubern. Schnell häufen sich Futterreste und Kot an, die ein potenzielles Gesundheitsrisiko für die zarten Küken darstellen. Hygiene ist deshalb ein zusätzlicher Faktor, der für eine gelungene Zucht von Wachteln spricht.

Die Fütterung der Wachtelküken

Wie jede Vogelart werden auch Wachteln in der freien Natur von den Glucken gefüttert. Dabei wird das Futter im Kropf des Elterntieres gesammelt und vorverdaut, so dass es für das Küken bekömmlicher ist. Bei der Aufzucht von Wachtelküken ohne das Muttertier, muss der Mensch die Aufgabe der Fütterung übernehmen. Spezielles Wachtelaufzuchtfutter ist deshalb auf die Ansprüche und Bedürfnisse der kleinen Vögel perfekt abgestimmt. Es ist meist einfacher, kleiner und feiner gehackt und kann von den Küken gut aufgenommen, aufgepickt und verdaut werden. Zudem sind wichtige Bestandteile, wie Mais schon geschrotet, da der kleine Schnabel die ganzen Körner nicht aufnehmen kann. Das Futter Küken Spezial von Wachtel-Shop ist deswegen an die einzelnen Entwicklungsphasen der Wachtelküken spezialisiert und deckt den täglichen Bedarf an allen wichtigen Nährstoffen ab. Im Wachtelaufzuchtfutter werden ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe, wie Rohprotein, Mais, Weizen, Hirse, Kanariensaat, Haferflocken und getrocknete Pflanzen wie Blaumohn und Rosmarin verwendet. Der Blaumohn ist ein hochwertiger und unerlässlicher Wirkstoff in der Mischung, da er besonders gut gegen Durchfall und andere Verdauungsbeschwerden der Tiere hilft. Bei Bedarf kann man ihn auch pur bestellen und vermehrt zufüttern. Unser Wachtelaufzuchtfutter wird garantiert frisch hergestellt und verpackt und die Haltbarkeit ab Versand liegt bei mindestens vier bis fünf Monaten. So ist der optimale Vitamingehalt gewährleistet und die Wachtelküken wachsen kräftig, schnell und gesund zu großen Tieren heran.

Einstreu für die Aufzuchtbox

Nach frühestens 2 Wochen kann die Box mit Einstreu bedeckt werden. Dafür sollten Sie auf grobkörnige Materialien zurückgreifen wie Kleintierstreu. Aber auch mit Buchenholzgranulat und Hobelspänen können Sie Ihren Tieren einen schönen Untergrund schaffen. Egal wofür Sie sich entscheiden, die Einstreu darf unter keinen Umständen stauben. Denn was für uns höchstens unangenehm ist, schädigt bei den Küken die Atemwege.

Hoher Proteinanteil

In den ersten Tagen benötigen frisch geschlüpfte Küken spezielles Aufzuchtfutter mit einem hohen Anteil an Rohprotein, damit sie schnell groß und stark werden. Dieses muss den Jungtieren in fein gemahlener Form dargeboten werden, da sie es sonst nicht aufnehmen können. Speziell für diese erste Zeit, in der die kleinen Körper sich so rasant entwickeln, haben wir unser Wachtel Kükenfutter Nature entwickelt.

Aufzuchtfutter bis zum 21. Tag

Spezielles Wachtelaufzuchtfutter ist optimal auf die Bedürfnisse junger Wachteln abgestimmt und versorgt die Tiere mit allen notwenigen Nährstoffen und Vitaminen. Damit Ihre Küken nicht Hunger leiden, muss ihnen rund um die Uhr ausreichend Futter zur Verfügung stehen. Ab der 5. Woche können Sie Ihren Tieren auch immer gröberes Futter reichen.

Legefutter beimischen ab 5. Woche

Vier Wochen sind bereits vergangen. Ihre Küken sind inzwischen groß genug, um die normalen Pellets zu fressen. Nun müssen sie an das Futter für ausgewachsene Tiere herangeführt werden. Dazu mischen Sie dem Wachtelaufzuchtfutter erstmals Legefutter bei.

Vom Aufzuchtfutter entwöhnen ab 6. Woche

Die Küken werden immer größer und nach fünf Wochen ist es an der Zeit, die jungen Wachteln vom Wachtelaufzuchtfutter zu entwöhnen und komplett auf Legefutter umzustellen, an das sie in der vorangegangenen Woche bereits gewöhnt wurden.

Unser Tipp: Erster Freigang
Sind die Küken in den ersten Wochen auf die Nestwärme, die ihnen ihre Aufzuchtbox bietet, angewiesen, können sie später langsam die Welt entdecken. Wann Wachteln ins Freie dürfen, hängt vor allem von den Außentemperaturen ab: Im Sommer können Sie die Tiere problemlos nach draußen bringen, bei niedrigeren Temperaturen bedürfen sie einer schrittweisen Umgewöhnung.

Unser Tipp: Geschlechtserkennung
Männchen oder Weibchen? Anhand der Brustfärbung können Sie bei einigen Farbschlägen schon ab der 3. Woche erkennen, welchem Geschlecht die junge Wachtel angehört. Bei Hennen ist das Gefieder an der Brust, anders als bei Hähnen, deutlich gesprenkelt. Endgültige Gewissheit bringt Ihnen ein Kloakentest, den Sie ab der 7./8. Woche durchführen.

Unser Tipp: Keine Wärmequelle mehr nötig
In den ersten Tagen brauchten es die kleinen Körper der Wachtelküken noch besonders viel Wärme. Bereits nach drei Tagen kann die Temperatur in der Aufzuchtbox täglich um ein Grad abgesenkt werden. Nach circa drei Wochen können Sie auf die Wärmelampen und -platten als Wärmequelle verzichten.